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Abstimmungsniederlage: CDU wehrt sich vergebens gegen Antrag der SPD zum Humboldt-Gymnasium

Stadt verhandelt mit Kreis über Trägerschaft

Bad Pyrmont. „Wir beschreiten damit einen unumkehrbaren Weg“, warnte CDU-Fraktionschef Lars Diedrichs – doch vergeblich. Mit Unterstützung der Fraktionen von Grünen und FDP/Bürgersinn hat die SPD im Rat ihren Antrag durchgebracht, mit dem die Stadtverwaltung beauftragt wird, Verhandlungen mit dem Landkreis zur Übertragung der Trägerschaft für das Humboldt-Gymnasium aufzunehmen. Dass dies lediglich ein Prüfauftrag sei, wie die SPD betont, wollten Diedrichs und seine Fraktion nicht akzeptieren.

veröffentlicht am 18.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 23:41 Uhr

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Einigkeit besteht lediglich darin, dass Bad Pyrmont ein vollwertiger Gymnasiumsstandort bleiben müsse, denn das sei entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Stadt, wie Diedrichs es formulierte. Doch darüber könne Bad Pyrmont selber am besten und nicht der Kreistag entscheiden, so CDU-Ratsfrau Ursula Körtner.

Doch für SPD-Chef Ulrich Watermann spielt die Frage der Schulträgerschaft nur eine untergeordnete Rolle. „Die künftige Schullandschaft wird sich nicht daran orientieren, sondern am Angebot der Schulen“, argumentierte er. Alleine mit Schülern aus Bad Pyrmont sei die Schule nicht überlebensfähig. „Wir müssen mehr um Schüler aus dem Umland werben.“ Dabei sei das Humboldt-Gymnasium am besten in einem regionalen Konzept aufgehoben. Sein Fraktionskollege Uwe Schrader warnte davor, auf Biegen und Brechen an der Trägerschaft festzuhalten und einen Neubau des Gymnasiums zu finanzieren, während man gleichzeitig an anderer Stelle handlungsunfähig werde.

Für Diedrichs liegen die Gründe dafür in den vielen Aufgaben und Leistungen, die die Stadt auf freiwilliger Basis erbringe und die vom Landkreis nicht ausreichend vergütet würden. „Wenn wir alleine für das jährliche Defizit von 2 Millionen Euro in der Kinderbeziehung einen adäquaten Ausgleich bekommen würden, käme niemand auch nur im Entferntesten auf die Idee, die Schulträgerschaft aus finanziellen Gründen in Frage zu stellen.“ Die Abgabe der Trägerschaft sei nichts anderes, als das Tafelsilber Bad Pyrmonts zu verscherbeln. „Das ist der Anfang vom Ende unseres attraktiven Staatsbades.“

„Wir müssen mit dem Kreis alle finanziellen Aspekte durchrechnen“, warb Wilfried Seibel (Bürgersinn) für den SPD-Antrag. „Es ist jetzt ein günstiger Zeitpunkt, bevor wir in die endgültige Planung für den Neubau kommen.“ Fabian Sieland (Grüne) argumentierte ähnlich wie Watermann. „Wir müssen den Schulstandort stärken und die Lern- und Lehrbedingungen verbessern. Dafür ist eine zentrale Koordination am besten geeignet.“uk



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