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Rat reserviert 6000 Euro

Stadt reinigt Pyrmonter Bahnhof nun doch

BAD PYRMONT. Ein Dauerproblem steht vor einer endgültigen Lösung: die Reinigung des Bahnsteigs einschließlich der Unterführung im Pyrmonter Bahnhof. Darum soll sich künftig nun doch die Stadt kümmern. 6000 Euro jährlich hat der Rat auf Antrag der Gruppe 17 dafür bewilligt, die an eine größere Lösung denkt.

veröffentlicht am 02.01.2018 um 11:51 Uhr
aktualisiert am 02.01.2018 um 19:20 Uhr

Auch um den Durchgang zwischen dem Bahnhofsvorplatz und Bahngleisen will sich die Stadt künftig kümmern. Foto: PN-Archiv
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Die Stadtverwaltung hatte sich bei der bislang letzten öffentlichen Behandlung des Themas noch energisch gesträubt, diese zusätzliche und damit freiwillige Aufgabe zu übernehmen. Dann könne er ja gleich die Kehrmaschine über den Parkplatz des E-Centers fahren lassen, argumentierte Hans-Joachim Böhnke von der Bauverwaltung, der auch für den städtischen Bauhof und die AÖR zuständig ist, damals unter Verweis auf die privaten Eigentümer des Bahnhofsgeländes. Das Gebäude gehört einer Immobilienfirma aus Bayern, die es weiterverkaufen will, die Bahn unterhält dort lediglich eine Haltestelle.

Im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss am 7. Dezember fand sich eine Mehrheit für einen von Ute Michel (Grüne) im Namen der Gruppe eingebrachten Antrag, der eine Kehrtwende in der leidigen Angelegenheit einleitete. „Für die Reinigung des Bahnhofes (Tunnel und Bahnsteige) ist innerhalb des Budgets des Immobilienmanagements ein Betrag von 6000 Euro zu reservieren“, lautete der entsprechende Beschluss. Hans-Joachim Böhnke hatte die Kosten für einen regelmäßigen Einsatz auf rund 2500 Euro jährlich geschätzt. Doch die Gruppe wolle eine größere Lösung, die nicht nur die Sauberkeit des Bahnhofs betreffe, kündigte Ute Michel am Dienstag einen entsprechenden Antrag an, an dem sie zurzeit arbeite.

Hauptaugenmerk legt Michel auf den Tunnel und weniger auf die Bahnsteige. Hier sammelt sich durch Wind am Fuß der Treppe immer wieder Laub und Papier an. Inwieweit die Bahnsteige gereinigt werden können, hängt laut Stadtverwaltung auch von Haftungsfragen ab, wenn städtisches Personal dort tätig wird. Das müsse zum einen mit der Bahn abgesprochen und zum anderen mit der Berufsgenossenschaft geklärt werden.

Annegret Webel, Vorsitzende des Pyrmonter Seniorenbeirates, die sich seit Jahren für einen besseren Zustand des Pyrmonter Bahnhofs einsetzt, freute sich über den Beschluss. „Endlich hat sich etwas bewegt“, sagte sie im Gespräch mit dieser Zeitung. Doch sie ist auch vorsichtig. „Es bleibt noch abzuwarten, was jetzt tatsächlich am Bahnhof passiert“, schränkte sie ein. Ihre Haltung könnte begründet sein, denn innerhalb der Stadtverwaltung soll es auf verschiedenen Ebenen laut Ute Michel gegen die Übernahme dieser Aufgabe immer noch Widerstand geben.

Dass ihre Bemühungen am Ende von Erfolg gekrönt waren, habe sie nicht zuletzt der CDU-Fraktion im Rat zu verdanken, sagte Webel. Sie habe das Gespräch zunächst mit der Gruppe 17 gesucht, ohne dass es konkrete Ergebnisse gegeben habe, erinnert sie sich. Erst als sie mit der CDU in Kontakt getreten und eingeladen worden sei, ihr Anliegen vorzutragen, habe es einen Fortschritt gegeben. „Die CDU hat Nägel mit Köpfen gemacht und das Thema in die nächste Sitzung des Bauausschusses gebracht, ansonsten hätte es sicherlich noch länger gedauert“, zeigte sich Webel überzeugt. Ute Michel will das so nicht stehen lassen. „Ich habe mich schon vor der Sitzung um das Thema gekümmert“, betonte sie gestern. Frau Webel sei dann aber nicht mehr über den von ihr imitierten Antrag der Gruppe informiert worden, räumte sie ein.

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