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Kurdirektor Fischer zufrieden

„Staatsbad Pyrmont ist wirtschaftlich gesund“

BAD PYRMONT. Hinter der Staatsbad Pyrmont GmbH liegt mit 2016 ein Jahr, mit dem sich Geschäftsführer Maik Fischer zufrieden zeigt. „Das Staatsbad ist wirtschaftlich gesund, wir haben unsere Planziele erreicht“, zog er jetzt Bilanz. Die gut 190 Mitarbeiter haben den Umsatz um 1 Million Euro auf 20 Millionen Euro erhöht.

veröffentlicht am 01.02.2017 um 12:50 Uhr
aktualisiert am 10.10.2017 um 09:08 Uhr

Den Betrieb der Fürstenhof-Klinik verbucht das Staatsbad auf der Plus-Seite, zumal das Haus vom Magazin Focus als orthopädischen Top-Reha-Einrichtung gekürt wurde.
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Ein Überblick über die verschiedenen Aktivitäten zeigt, wie sich die einzelnen Bereiche entwickelt haben und welche Planungen und Erwartungen Fischer, der sich als Kurdirektor auch in der Gesamtverantwortung für Bad Pyrmont sieht, hat.

Hufelandtherme-Therme: Das Wellnessbad zählte 215000 Gästen und erreichte damit Vorjahresniveau, obwohl sie für die Beckenrevision und Reparaturarbeiten für drei Wochen geschlossen war. In diesem und den nächsten Jahren soll laut Therapieleiter André Schubert der Außenbereich und das Bistro attraktiver gestaltet werden.

Hotel Steigenberger: Das von der Steigenbergergruppe per Managementauftrag geführte Fünfsternehotel hat laut Fischer das beste Jahr seit der Eröffnung vor 24 Jahren hinter sich . Das beziehe sich auf die Belegung und die Erlöslage, so Hoteldirektor Arnoldus van Iersel, der von einer Auslastung von 67 Prozent und 54 000 Übernachtungen spricht. 74 Prozent der Gäste seien Feriengäste, der Rest Geschäftsreisende. In diesem Jahr investiert das Land einen Millionenbetrag in die Modernisierung der 151 Zimmer.

Klinik Fürstenhof: Die war 2016 laut Fischer zu 100 Prozent ausgelastet und wurde ganz aktuell vom Magazin Focus zur orthopädischen Top-Reha-Einrichtung gekürt. „Das bringt uns richtig Nachfrage“, so der Kurdirektor. Schon jetzt habe die Klinik mit 8 Prozent einen relativ hohen Anteil an Privatpatienten, also Selbstzahlern.

Veranstaltungen: Insgesamt zählte das Staatsbad im vergangenen Jahr 125 000 Gäste, davon waren 52 000 Besucher der Kurkonzerte. Unter dem Strich liegt das Ergebnis um gut 7000 Besuchern über dem Vorjahr. „Wir haben das beste Veranstaltungsprogramm in Deutschland“, so Fischer stolz.

Großer Schlosshof: Hier dürfen bei Veranstaltungen aus Brandschutzgründen seit 2015 nur noch 600 Besucher hinein. Geplant sei, so Fischer, rechtzeitig zur Open Air-Saison eine zusätzliche Löschleitung und einen zweiten Rettungsweg zu installieren, damit im Schlosshof wieder 1200 Gäste zugelassen werden dürfen. Ob es dazu wirklich kommt, scheint zurzeit offen.

Mitarbeiter: 192 Mitarbeiter beschäftigt das Staatsbad aktuell, darunter sechs Auszubildende. Um als Arbeitgeber attraktiv zu sein, wird die Vereinbarung von Arbeit und Familie gefördert. Seit dem 1. Februar gilt zum Beispiel für alle Mitarbeiter die Vertrauensarbeitzeit. Im vergangenen Jahr wurde das Staatsbad als „demografiefester Betrieb“ ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr wurden laut Personalchefin Bettina Schlüter sechs neue Arbeitsplätze in den Bereichen Technik, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Medizin (1 Arzt) geschaffen.

Hotelansiedlungen: Für zwei landeseigene Flächen am Königin-Luise-Bad und an der Staatsbadgärtnerei sollen in diesem Jahr Ausschreibungen mit dem Ziel vorbereitet werden, dort Hotels im Drei- bis Viersterne-Bereich mit jeweils 100 bis 120 Betten anzusiedeln. Dieser Prozess auf Basis des aktuellen städtebaulichen Konzeptes werde aber mehrere Jahre dauern, so Fischer. Für die leer stehenden Hotels Kaiserhof und Rasmussen an der Hauptallee gebe es positive Anzeichen, dass sich dort etwas tun werde.

Offene Badekur: Diese Form des Kururlaubs für Privatpatienten mit frei wählbarer Unterkunft – auch als Pyrmonter Kompaktkur bekannt – fristet ein Nischendasein. Gemeinsam mit den Bädern Oeynhausen, Salzuflen und Driburg will Bad Pyrmont das ändern, dabei die Seniorenbeiräte und Badeärzte einbeziehen und die Frage beantworten: Wie bekomme ich eine Badekur? „Jede verschriebene Kur bringt 20 Übernachtungen“, so Fischer.

Das Staatsbad feiert in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass tagt der Niedersächsische Bädertag am 2. und 3. November in Bad Pyrmont. „Das wird eine Veranstaltung mit deutschlandweitem Aufschlag“, freut sich Fischer. Themen seien unter anderen das betriebliche Gesundheitswesen, Reha- und Kurortmedizin und Gesundheitstourismus.



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