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Fast kein Investitionsstau / Fällt Limit im Schlosshof 2017 weg?

Staatsbad ist dem Land lieb und teuer

veröffentlicht am 14.09.2016 um 13:41 Uhr
aktualisiert am 10.10.2017 um 10:50 Uhr

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Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Von einem Investitionstau war beim Landesrechnungshof die Rede, nachdem die obersten Rechnungshüter einen Blick auf die öffentlichen Investitionen des Landes Niedersachsen für landeseigene Bauten geworfen hatten. Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) wies den Vorwurf umgehend zurück und verwies darauf, dass die Mittel von 2014 bis 2018 um 54 Prozent aufgestockt worden seinen. Und in Bad Pyrmont? Das landeseigene Staatsbad kann sich nicht beklagen und tut es auch nicht. Laut Schneider werden beziehungsweise wurden hier seit 2014 knapp 24 Millionen Euro investiert.

Der Löwenanteil wird für die Sanierung des Königin-Luise-Bades (15 Millionen Euro) und das Hotel Steigenberger (6 Millionen Euro) ausgegeben. „Zurzeit geht es vor allen Dingen um Brandschutz“, sagt Kurdirektor Maik Fischer.“ Das ist zum Beispiel im großen Schlosshof so. Dort musste das Staatsbad aus Brandschutzgründen die Zahl der zulässigen Besucher von 1200 auf 600 reduzieren. „Das merken wir natürlich bei den Einnahmen“, so Fischer. Veranstaltungsleiterin Silke Schauer musste ihre Pläne den die reduzierten Plätze anpassen. Doch er sei guter Hoffnung, so betont der Staatsbadchef, dass die Limitierung der Zuschauerzahl zur Freiluftsaison 2017 beendet sein wird. Mithin müsste bis dahin ein e zweite Treppe gebaut und weitere Löschleitungen gelegt werden.

Auf 70 Zuschauerplätze muss das Staatsbad seit einigen Jahren im Kurtheater verzichten. Weil hier ein zusätzlicher Fluchtweg fehlt, wurde die Galerie gesperrt. Doch bis dieser Zustand beendet sein wird, dürfte es noch ein Weilchen dauern. Es sei ein langer Weg, so Fischer. Das Kurtheater sei Teil der Brandschutzsanierung im Konzerthaus und die sei zurzeit in der baufachlichen Bearbeitung. „Die Sanierung gilt als große Baumaßnahme, weil ihre Summe über zwei Millionen Euro liegt und es dürfte sicher noch drei Jahre bis zur Umsetzung dauern“, so Fischer. Bei dieser Gelegenheit soll das Kurtheater auch eine neue Bühnentechnik bekommen. Mit Sofortmaßnahmen hatte das Staatsbad im vergangenen Jahr es erreicht, den Einsatz von Feuerwehrleuten bei Veranstaltungen im Konzerthaus von sieben auf zwei bis drei zu reduzieren.

2013 hat das Land ein Sondervermögen in Höhe von 120 Millionen Euro geschaffen, das dieses Jahr um weitere 70 Millionen Euro aufgestockt wurde. Dabei wird besonders viel Wert auf die energetische Verbesserung der landeseigenen Gebäude gelegt. Doch in dieser Hinsicht tut sich beim Staatsbad bislang nichts. Nötig hätten es nicht nur das Konzerthaus und das Kurtheater, sondern auch das Gebäude der Kurverwaltung. „Wenn wir die alle energetisch sanieren wollen, dann reden wir nicht über einstellige Millionenbeträge“, hatte vor fünf Jahren Fischers Vorgänger Heinz-Hermann Blome bei einem Besuch des damaligen Arbeitskreises Umwelt- und Klimaschutz der CDU/FDP-Landtagsfraktion die finanzielle Dimension dieser Aufgabe deutlich gemacht. Immerhin hätten alle Gebäude zusammen einen Versicherungswert von rund 280 Millionen Euro.

„Im Königin-Luis Bad geht es auch um eine energetische Sanierung, aber weitere Maßnahmen in dieser Hinsicht an anderen Gebäuden sind kurzfristig nicht absehbar“, gibt Fischer Auskunft. Hier ist er also, der Sanierungsstau, über den sich Fischer aber nicht beklagen mag. Er freue sich im Gegenteil darüber, dass das Land das Staatsbad schätze und das mit Investitionen in Millionenhöhe immer wieder beweise.



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