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Seniorenbeirat stellt Angebot aufgrund mangelnder Resonanz ein

Sprechstunde wird gestrichen

BAD PYRMONT. Der Seniorenbeirat der Stadt streicht eins seiner bisherigen Angebote: „Unsere wöchentliche Sprechstunde müssen wir einstellen, da sie nicht mehr genügend in Anspruch genommen wird“, so die Vorsitzende Annegret Webel. Es mache keinen Sinn, wenn Ehrenamtliche ihre Zeit im Rathaus absäßen und keiner komme

veröffentlicht am 06.06.2017 um 12:48 Uhr

„Mit der Notfallkarte haben wir eine Lücke in der Gesundheitsvorsorge geschlossen“, sagt Annegret Webel. Foto: Hei
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Karin Heininger Reporterin
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Doch das Gremium bleibe Ansprechpartner für alle älteren Menschen, verspricht Webel. So ist ein weiterer Termin für das Projekt „Fit am Steuer“ angedacht, und auch das Seniorenkino sowie der Treffpunkt für pflegende Angehörige werden gut angenommen.

Der „Renner schlechthin“ sei im vergangenen Jahr die Einführung der grünen Notfallkarte gewesen, betonte die Vorsitzende bei der Delegiertenversammlung im Rathaus. „Wir haben 5000 Karten in den Apotheken und bei Hausärzten verteilt und damit eine Lücke in der Gesundheitsvorsorge geschlossen“, so Webel.

Die Verschönerung des Bahnhofs in Zusammenarbeit mit dem Jugendparlament und den Schulen (wir berichteten) sieht Webel als größte Herausforderung des letzten Jahres. „Ein Mammutprojekt, aber eine gelungene Gemeinschaftsaktion zwischen Jung und Alt, die auch das Wir-Gefühl bei den Schülern verstärkt hat.“

Was die Vorsitzende bedauert: „Leider blieb die Suche nach einem ehrenamtlichen Kümmerer für den Bahnhof erfolglos.“ Deshalb habe der Seniorenbeirat jetzt einen entsprechenden Antrag an Rat und Verwaltung gestellt.

Als „expandierendes Unternehmen“ bezeichnete die Vorsitzende des Landesseniorenrats, Ilka Dirnberger, ihr Gremium. „Vor fünf Jahren waren es landesweit 175 Ortsräte, inzwischen sind es 215“, sagte sie vor den Delegierten, die bei der Versammlung die Interessen der Altenheime und sozialer Einrichtungen vertraten.

Einen kritischen Blick warf Dirnberger auf das Online Banking und die zunehmenden Schließung von Sparkassen-Filialen: „Dabei werden die Senioren abgehängt, und das darf nicht sein.“

Bürgermeister Klaus Blome lobte die Bereitschaft des Seniorenbeirats zum Miteinander der Generationen, das Vertrauen schaffe. „Sie sind reich an Ideen und Projekten, und nur so kann man etwas bewegen“, unterstrich er.

Zu einem Eklat kam es, als ein Gast glaubte, Annegret Webel belehren zu müssen: Der Vorsitzende des Kreisseniorenrats, Horst Dieter Bieri, forderte den Vorstand auf, das Gremium nicht länger als „Beirat“ zu bezeichnen, während alle anderen sich „Seniorenrat“ nennen. Zudem schlug er andere Wahlperioden vor und meinte, nicht nur der Pyrmonter Vorstand sollte aktiv sein, sondern auch „Indianer“ einsetzen. „Wir machen alles so, wie wir es für richtig halten“, war Webels Antwort.

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