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Expertinnen fühlen der Kommunikation auf den Zahn

Sprache zwischen „normal² und verrückt

BAD PYRMONT. Was an unserer Sprache ist „normal“ und was klingt „verrückt“? Birgit Hänning, Atem-, Stimm- und Sprachtherapeutin, und Beate Lunburg, Leiterin des „Haus im Wind“ zur Betreuung und Förderung von Menschen mit Autismus, wollten das herausfinden.

veröffentlicht am 23.11.2017 um 18:18 Uhr

Birgit Hänning, Beate Lunburg und Lisa Pohl (v.l.n.r.) freuen sich. Foto: Hei
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Karin Heininger Reporterin
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Im Rahmen des inklusiven Kulturprojekts „Ver-rücktes Leben 2017“des Vereins „Inklusives Netzwerk Bad Pyrmont e.V.“ hatten sie zu der Veranstaltung „Rauchpuster & Springolin“ in den Konferenzraum des Staatsbades eingeladen. Die Expertinnen wollten der Sprache auf den Zahn fühlen. Halt – da haben wir’s schon. Natürlich weiß man, dass „auf den Zahn fühlen“ keine Karies-Prophylaxe oder Schlimmeres bedeutet, sondern das gründliche Recherchieren einer Sache. Aber wüsste das auch jemand, der aus einem anderen Land oder gar einer anderen Zeit zu uns käme? Einige weitere Begriffe, die nicht unbedingt wörtlich zu nehmen sind: die Kurve kratzen, bei jemandem vorbeischauen, sich schieflachen, auf dem Schlauch stehen.

„Es kommt immer auf den Blickwinkel an, wie man Sprache deutet, und es hat auch etwas Positives, wenn ein Mensch sich anders als gewohnt ausdrückt. Wichtig ist, dass dabei Bilder im Kopf entstehen“, betonte Birgit Hänning. So hatten die beiden Frauen eine Umfrage gestartet, um die Befragten neue, nach ihrer Meinung passende Wörter finden zu lassen, und so geschah es auch mit den Zuhörern im Konferenzraum. Für das Trampolin könnte man zum Beispiel Springolin sagen, für eine Zigarette Rauchpuster, und eine Schaukel könnte man auch Schwingbrett nennen.

Neue Wortschöpfungen gab es auch in der Kindergeschichte „Tschiko“, die Birgit Hänning vorlas. Dort träumt sich der Junge Tschiko in eine Schlafhöhle der Steinzeit und lernt von den Höhlenkindern Ursch und Wurch eine ganz neue eigene Sprache, auf die man sich als Zuhörer sogar einen Reim machen kann.

Wenn es dagegen um die Sprache der heutigen Jugendlichen geht, ist schon mal eine Übersetzung nötig, wie die Veranstalterinnen in einem amüsanten Zwiegespräch demonstrierten.

Die Hamelnerin Lisa Pohl, dem Verein durch das „Hans im Wind“ verbunden, las zwischen den jeweiligen Beiträgen Gedichte aus eigener Feder und in dem ihr eigenen persönlichen Stil.



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