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Neuer Bildungsfonds für Augustdorf gilt als Pilotprojekt mit Ziel des Transfers in die Region

Sprache als Schlüssel für Bildung

Augustdorf. Der Kreis Lippe, die Gemeinde Augustdorf, die ev. Kirchengemeinde sowie der Verein „Bürger für Bürger in Augustdorf“ (BfB) setzen sich gemeinsam für Sprachbildung und -förderung ein. Die Partner unterstützen einen „Bildungsfonds Sprache“ für Augustdorf, in den die Gemeinde Augustdorf sowie der Kreis Lippe jeweils 6000 Euro pro Jahr für die Dauer von zunächst drei Jahren einzahlen.

veröffentlicht am 03.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 15:21 Uhr

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Die Grundlage des „Bildungsfonds Sprache“ ist ein Sprachförderkonzept, das von den Partnern des Arbeitskreises „Bildung und Sprache“ in Augustdorf (BuS) entwickelt wird. Entscheidend für diesen Schritt ist die aktuelle Problemlage in der Gemeinde Augustdorf. So ist hier in den letzten Jahren eine relativ hohe Schwankungsbreite im Hinblick auf den diagnostizierten Sprachförderbedarf bei Kindern im Alter von vier Jahren festzustellen. Dies gilt auch für die festgestellten Rechtschreibleistungen in der Grundschule. Allerdings gibt es bereits erste Anzeichen für eine Verbesserung der Sprachkompetenz insgesamt aufgrund der in den letzten Jahren eingeleiteten BuS-Fördermaßnahmen bei den Vergleichsarbeiten am Ende der Jahrgangsstufe 3. Es ist vorgesehen, dass das Sprachförderkonzept durch den Arbeitskreis BuS in Augustdorf unter Federführung der Gemeinde Augustdorf und des Bildungsbüros Lippe umgesetzt und weiterentwickelt wird. Für die Organisation ist der Arbeitskreis selbst verantwortlich. Die finanzielle Abwicklung des Bildungsfonds erfolgt über den Verein BfB auf ehrenamtlicher Basis.

„Sprache ist der Schlüssel für Bildung. Dies gilt insbesondere auch für Kommunen mit großem Bevölkerungsanteil an Personen mit Zuwanderungsgeschichte. Vor diesem Hintergrund ist die Bedeutung der Kooperationsvereinbarung zur Einrichtung eines Bildungsfonds Sprache für die Gemeinde Augustdorf auf der lokalen Ebene und für den Kreis Lippe als Pilotprojekt mit dem Ziel des Transfers in die Region zu sehen“, sind sich Landrat Friedel Heuwinkel und Bürgermeister Dr. Andreas Wulf einig. Alle Akteure betonen das besondere persönliche Engagement der Beteiligten: „Nur durch die ununterbrochene persönliche Ansprache ist es gelungen, Kinder und auch Erwachsene für die Sprachförderung zu begeistern“, sagen Johanna Krumbach von der evangelischen Kirchengemeinde und Wolfgang Langkafel vom BfB. So ist der Sprachkurs für Erwachsene auf persönliche Initiative mit einer Anschubfinanzierung des BfB entstanden. „Ausgehend von der Tatsache, dass der Erwerb von Kommunikationskompetenz durch Sprachbildung und -förderung wesentlicher Erfolgsfaktor für erfolgreiche Bildungsverläufe ist, wird parallel über das Netzwerk Sprache ein komplementäres Sprachförderkonzept für die Bildungsregion entwickelt, bei dem die Erfahrungen aus der Entwicklungsarbeit in Augustdorf mit einfließen“, beschreiben Markus Rempe, Leiter der Stabsstelle Bildung des Kreises Lippe, und Horst Tegeler, Leiter des Bildungsbüros, die weitere Perspektive. Nach einer Evaluation stellen die Partner eine Verlängerung der Finanzierung für weitere zwei Jahre in Aussicht.red



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