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Rasant durch die Röhre

Speedrutscher aus ganz Deutschland zeigen ihr Können

BAD PYRMONT. Während bei den Olympischen Winterspielen in südkoreanischen Pyeongchang die Athleten im Eiskanal um Bestzeiten und Medaillen kämpfen, stürzten sich am Samstagnachmittag die besten deutschen Speedrutscher mit einer ganz ähnlichen Technik in die „Black Hole“, die 106 Meter lange Rutsche der „Pyrmonter Welle“.

veröffentlicht am 18.02.2018 um 18:33 Uhr

Gold, Bronze, Silber: Nia Geise, Emily Franz und Nell Geise (v.li.) sind die schnellsten Mädchen in der „black hole“. Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Der regelmäßig in Kooperation mit dem Hallen-Wellen-Bad ausgetragene „Weserbergland Cup“ gehört in der Speedrutscher-Szene zu einem der wichtigsten Events und bildet den Auftakt in die neue Rutschsaison. Hier reisen Speedrutscher aus ganz Deutschland an, denn es geht um wichtige Punkte für die Deutschland-Rangliste. Aber auch Badegäste waren als Teilnehmer willkommen, so dass am Samstag insgesamt 50 Kinder und Erwachsene ihr rasantes Können in der blauen Röhre unter Beweis stellten. Den Bad Pyrmonter Bahnrekord hält übrigens der amtierende deutsche Meister Sven Schubert aus Hannover mit einer Zeit von 10,96 Sekunden (34,82 Stundenkilometer). Diese Bestmarke ist allerdings schon ein paar Jahre alt. „Der Rekord wird heute nicht geknackt“, ist sich Markus Hönings, Gründungsmitglied der ausrichtenden Rutsch-Freunde und zweiter Vorsitzender des Deutschen Renn-Rutsch-Verbands schon vor Beginn des Wettbewerbs sicher. „Für optimale Bedingungen müssten draußen deutlich niedrigere Temperaturen herrschen und die Röhre richtig durchgefroren sein“, erklärt der Hamelner, der auch schon die Nationalmannschaft gecoacht hat. Das sonnige Wetter am Nachmittag wärmt die Plastikröhre auf, sodass vor allem die Ränder der letzten Kurve trotz des permanenten Wasserdurchlaufs schnell trocknen. Das bremst und kostet die Sportler wichtige Sekundenbruchteile. Aber auch die bei diesem Wetter nicht ganz optimal geschliffenen Dehnungsfugen in der Pyrmonter „Black Hole“ machen den Speedrutschern ein paar Probleme, was durch Rötungen auf dem Rücken sichtbar wird. Beim Beobachten der Cracks der Szene lernten die Neulinge, dass Schwimmshorts nicht die richtige Bekleidung sind, um wirklich erfolgreich zu sein. Enge Badehosen sind angesagt und wer ganz genau hinschaut, bemerkt, dass der eine oder andere Sportler sie vor dem rasanten Ritt durch die Röhre offenbar zu einem String umfunktioniert hat. Während die Männer nach dem kraftvollen Abstoß im Liegen mit ganz viel Körperspannung auf einer Ferse und den beiden Schulterblättern durch die Röhre jagen, haben die Frauen aufgrund ihres etwas anderen Schwerpunktes eine eigene Technik entwickelt. Sie stoßen sich im Sitzen mit den Händen ab und rutschen dann auf dem Po, haben aber auch die Beine übergeschlagen, sodass nur eine Ferse zum Einsatz kommt.

Die erst siebenjährige Emily Franz aus Eichenborn holte sich im Mädchen-Wettbewerb (bis 14 Jahre) den dritten Platz hinter den Schwestern Nell (11) und Nia (13) Geise aus Schwalenberg, die Silber und Gold gewannen. Während Emily ihren Bronze-Erfolg vom vergangenen Jahr mit einer deutlich verbesserten Zeit wiederholen konnte, war die erfolgreiche Teilnahme für die Geise-Schwestern eine echte Premiere. Alle drei jungen Damen brillierten mit einer hervorragenden 13er-Zeit, während Ron-Hendrik Pesel aus Kassel bei den Männern seinen Titel in der Pyrmonter „Black Hole“ mit 11:16 Sekunden verteidigte und Patrick Handke und Andreas Köhnke auf die Plätze verwies. Kristin Schwarz konnte sich vor Mareen Ollesch sowie Kathrin Obermann behaupten und in der Jungen-Wertung dominierte Cedric Köhnke vor Luis Sokol und Andrian Cela.

Mit beachtlicher Geschwindigkeit schossen die Teilnehmer durch die Röhre. Foto: sbr
  • Mit beachtlicher Geschwindigkeit schossen die Teilnehmer durch die Röhre. Foto: sbr


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