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Variante von Charlotte Preuß und Brigitte Ploenes für die Freienwalder Brücke stößt auf Interesse

SPD will weiteren Sanierungsvorschlag prüfen

Bad Pyrmont (uk). Überraschende Wendung in der Diskussion über die Sanierung der Bad Freienwalder Brücke: Die SPD-Fraktion will sich heute im Verwaltungsausschuss noch nicht auf eine der drei von der Stadtverwaltung vorgelegten Varianten festlegen, sondern möchte zuvor die von Charlotte Preuß und Brigitte Ploenes vorgeschlagene Alternativlösung von Fachleuten prüfen lassen. Das hat der Sprecher der SPD im Bauausschuss, Hans-Herbert Webel, am Mittwoch mitgeteilt.

veröffentlicht am 02.02.2011 um 19:41 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 20:21 Uhr

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Die beiden Vertreterinnen der Bürgerinitiative, die sich für den möglichst unveränderten Erhalt der denkmalgeschützten Bogenbrücke aus dem Beginn des letzten Jahrhundertes einsetzt, hatten eine eigene Variante ins Spiel gebracht (wir berichteten), die sie jetzt der SPD-Fraktion vorstellten. Ihnen schwebt eine separate Überquerungsmöglichkeit für Fußgänger und Radfahrer vor, entweder in Anbindung an das Bauwerk oder als eigenständiges Bauwerk. Die Bad Freienwalder Brücke selber sollte ausschließlich Fahrzeugen vorbehalten sein, denen dafür künftige eine Fahrbahnbreite von 6 Metern statt jetzt 4,60 Meter zur Verfügung stünde.

„Wir halten diesen Vorschlag für eine denkbare Möglichkeit“, begründet Webel die Haltung seiner Fraktion. Die Stadtverwaltung soll nun Stellungnahmen der Denkmalschutzbehörde, der Förderstelle und der Brückenbauer einholen, um die Chancen auf eine Realisierung dieses Vorschlags zu klären. Im Bauausschuss hatte Webel noch Sympathie für die von der Verwaltung favorisierte Lösung signalisiert, bei der die Brücke einen völlig neuen und deutlich breiteren Aufsatz bekommen sollte, auf den die alte Brüstung montiert werden sollte. Angesichts der schmalen Brückenpfeiler hatten Preuß und Ploenes diesen Vorschlag als „Flugzeugträger-Lösung“ kritisiert. „Dass wir jetzt diese neue Variante prüfen lassen wollen, heißt aber nicht, dass wir von der Variante der Stadtverwaltung abgerückt sind“, betonte Weber. „Wir wollen jetzt aber nicht die Meinung der Stadtverwaltung hören, sondern die der relevanten Behörden.“

Allerdings drängt die Zeit. Ohne Fördermittel kann sich die Stadt die Sanierung nicht leisten. Im Raum steht eine Förderquote von 60 bis 70 Prozent. Bis zum 15. Februar muss ein entsprechender Antrag dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr vorliegen. Bis dahin dürfte aber kaum klar sein, ob der Lösungsvorschlag von Preuß und Ploenes realistisch ist. „Es reicht, wenn wir heute einen Grundsatzbeschluss fassen, der die Fördervoraussetzungen berücksichtigt“, so Webel. Er ist sich sicher, dass die anderen Fraktionen den Beratungsbedarf der SPD akzeptieren werden.

In einem Brief an Bürgermeisterin Roeder hat auch der Heimatbund Bad Pyrmont die historische Bedeutung der Brücke und des Areals mit Salzkothe und Quellenhäuschen betont. „Da der Charakter einer Stadt entscheidend durch Zeugen der Vergangenheit geprägt wird, von denen Bad Pyrmont nicht allzu viele hat, ist es wünschenswert, diese wenigen für die Zukunft zu erhalten“, schreibt die Vorsitzende Renate Ortlepp.



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