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Heike Beckord regt auf Neujahrsempfang gemeinsame Gestaltung in der Kommunalpolitik an

SPD will Bürger einbeziehen

BAD PYRMONT. Die SPD will nicht nur die Bürger mehr einbeziehen, sondern sich auch selbst mit der Gruppe 17 bei vielen Themen einbringen. Das erklärte die Partei bei ihrem Neujahrsempfang.

veröffentlicht am 29.01.2017 um 20:40 Uhr
aktualisiert am 29.01.2017 um 22:11 Uhr

Überraschte Gewinner erhalten vom Landtagsabgeordneten Ulrich Watermann (links) und der Unterbezirksvorsitzenden Barbara Fahnke (2. v. li.) Freifahrtscheine für die Öffis. Foto: ti
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Klaus Titze Reporter
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„Keine langen Reden, heute machen wir es Mal ganz anders“, lenkte die Fraktionsvorsitzende Heike Beckord die Neugier der anwesenden Gäste auf sich und den neben ihr stehenden Ortsvereinsvorsitzenden Matthias Schlüter. Statt also mit sechs längeren Redebeiträgen so manchen zu ermüden und die Chance einer offenen Kommunikation miteinander hinauszuzögern, werde zwischen ihnen beiden in einem Zwiegespräch die hiesige Kommunalpolitik angesprochen, dann die politische Entwicklung auf Landkreis- und Landesebene vom Landtagsabgeordneten Ulrich Watermann und der SPD-Unterbezirksvorsitzenden Barbara Fahncke. Schließlich folge der Blick auf den Bund von Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Möller und dem neu zur Bundestagswahl aus dieser Region antretenden Johannes Schraps.

Und so schoben sich die jeweiligen Duos gegenseitig den Frage- und Antwortball zu, was die Abhandlung der Themen zwar kurzweilig werden ließ, einer Vertiefung allerdings dann doch zu wenig Raum gab. Beckord und Schlüter machten deutlich, dass man sich derzeit in der Gruppe 17 – der Mehrheitsgruppe im Rat der Stadt Bad Pyrmont – ausgangs der Findungskurve befinde. Allerdings sei bereits deutlich spürbar, hier bediene man sich eines anderen Miteinanders und somit auch eines anderen Politikstils.

„Das wird sich auch daran zeigen, dass diese bessere politische Atmosphäre nicht zu einer Verlängerung der nahezu 8-jährigen Stillstandsphase für Bad Pyrmont führen wird“, sprach sie aus und fügte sogleich an, die Gruppe 17 werde sich aktiv in die Standortfrage eines neuen Feuerwehrgerätehauses und in die Gestaltung der Entwicklung in den Bergdörfern einbringen. Ihr, Beckord, schwebe zudem vor, seitens der Kommunalpolitik aktiver auf Institutionen, Verbände und einzelne Bürger zuzugehen und sie in Findungsprozesse einzubeziehen. „Hier soll nicht an den Bürgern vorbei, sondern mit ihnen gemeinsam gestaltet werden“.

Watermann und Fahncke stellten heraus, mit dem neuen Tarifsystem im öffentlichen Nahverkehr für Erstaunen im Landkreis und darüber hinaus gesorgt zu haben. „Es ist eine große Veränderung und viele waren erstaunt, dass es gelingen kann, wenn man mutig ist“, freuten sich beide unisono. Insbesondere eine verbesserte Mobilität für die Bevölkerung, die entfernter von Zentren in eher ländlichen oder dörflichen Strukturen lebt, sei in den Fokus der Kreispolitik gerückt. Dabei würden sämtliche Möglichkeiten über beispielsweise Anruftaxi, Mitfahrgelegenheiten bis Carsharing einbezogen.

„Schauen Sie doch mal, ob sich an der Rückenlehne ihres Stuhls ein roter Punkt befindet.“ Diese Aufforderung Fahnckes brachte zunächst Verwirrung und dann Bewegung in die Versammlung. Schließlich folgten drei Entdecker zögerlich der Bitte, zu den beiden Rednern an die Mikrofone zu kommen. Die Anspannung wich erkennbar, als sie von Watermann und Fahncke als glückliche Gewinner eines Jahresabonnements für den ÖPNV des Landkreises angesprochen wurden. Die Nichtgewinner zollten der Idee mit Applaus ihre Anerkennung.

„Zur Versorgung des Landkreises gehört zudem ein verbesserter Zugriff auf das Internet über einen entsprechenden Breitbandausbau. Damit wollen wir den Landkreis zukunftsfähig machen“, führte Fahncke weiter aus, denn zunehmend werden Arbeiten auch zu Hause am Computer erledigt. Und Watermann trug sein besonderes Interesse an guter Bildung und Betreuung im Landkreis vor. Dabei gehe es nicht nur um die Integration Kulturfremder, sondern auch um eine ganzheitliche Betreuung vom Kindergarten über Schule bis zur beruflichen Ausbildung, die auch zukünftig mit einer besseren sozialarbeiterischen Unterstützung begleitet werden soll.

Den Schlusspunkt setzten sodann Lösekrug-Möller und der neue Kandidat für den Bundestagswahlkampf, Johannes Schraps. Dieser nutzte die Gelegenheit, sich in Bad Pyrmont erstmals vorstellen zu können, wobei er hervorhob, durch seine Tätigkeit im Büro eines aktuell wirkenden Bundestagsabgeordneten in Berlin prägende Einblicke in die Arbeit und das Zusammenspiel politischer Kräfte erhalten zu haben. Insbesondere konzentriere sich sein Augenmerk auf eine verbesserte Mobilität im ländlichen Raum, gerade auf das Weserbergland bezogen, sowie auf die Kali-Belastung der Weser über den Zulieferfluss Werra.



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