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Nur am Anfang gab es hier und da Enttäuschung, dass nicht die erste Garde der Regensburger antrat

Spatzen-Nachwuchs auf hohem Niveau

Bad Pyrmont. Zunächst gab es einige Verwirrung: Angekündigt im Programmheft des Staatsbades waren die „Regensburger Domspatzen“ unter Leitung von Kapellmeister Roland Büchner. Es kam der Spatzen-Nachwuchschor, geleitet von der Kirchen- und Chormusikerin Kathrin Giehl. Das sahen einige Zuhörer vorab durchaus als eine Art „Degradierung“.

veröffentlicht am 15.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 13:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Doch wie sich dann im Laufe des Abends im weihnachtlich geschmückten Konzerthaus herausstellte, waren derartige Befürchtungen unbegründet. 25 Jungen aus der 5. bis 8. Klasse sowie 16 junge Männer aus den Klassen 9 bis 12 des Musikgymnasiums gestalteten ein Konzert, das auch hohen Erwartungen gerecht werden konnte.

Schöne Stimmen und ein inhaltlich anspruchsvolles Repertoire geistlicher Musik und einiger volkstümlicher Weihnachtslieder sowie instrumentaler Begleitung durch Max Rädlinger (Klavier) und einem Streicher-Quartett boten dafür die Voraussetzungen.

Und Kathrin Giehl, die das Konzept des Programms entwickelt und einige Titel musikalisch bearbeitet hatte, war eine einfühlsame und motivierende Leiterin. Sie „sang“ nicht nur die Lieder lautlos mit, sondern zeigte den Sängern auch durch deutliche Gesten, wo sie die Stimmen zurücknehmen oder verstärken sollten. Dennoch war es offensichtlich kein zu striktes Dirigat: Die Jungen standen locker aufgereiht, einige sangen vom Blatt, andere auswendig. „Tauet Himmel den Gerechten“ war der Titel des Programms, genannt nach dem ersten, gregorianischen Lied, a cappella gesungen.

Es folgte ein Querschnitt durch die Jahrhunderte, von dem 1553 geborenen Andrea Rota („Jubilemus“ in arca Domini“) bis zu zeitgenössischen Komponisten wie Alan Wilson („Magnificat“), Karl Haus („Inmitten der Nacht“) und Joseph Birkl („Tu scendi dalle stelle“ aus Italien). Viel Applaus erhielt das bekannte Lied „Engel auf den Feldern singen“ (Gloria in excelsis Deo), das mit interessanten rhythmischen Variationen von den Choristen jubelnd und kraftvoll gesungen wurde. Und die Sänger, von denen einige auch solistisch eingesetzt wurden, zeigten sich sehr konzentriert und motiviert. Ihre klangvollen, zum Teil noch kindlichen, aber sehr geschulten Stimmen und eine klare Aussprache machten das Hören zu einem Erlebnis.

Und der starke Beifall zeigte, dass auch der Spatzen-Nachwuchs der Regensburger die hohen Erwartungen des Publikums im Konzertsaal offensichtlich erfüllt hat.



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