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18 Gymnasiasten bei MIG-Spiel / Projektwoche mit breit gefächerten Lernangeboten

Spannend: eine Woche Firmenchef spielen

Bad Pyrmont (mar). Auch in diesem Jahr gab es wieder eine fünftägige Projektwoche für die 11. Klassen des Humboldt-Gymnasiums. Wie in der Vergangenheit, gehörte das „Management Information Game“ (MIG) zu den beliebtesten Angeboten. Unter der Leitung von Politiklehrer Wolfgang Holste und Andreas Mätzold vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft konnten 18 Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten als Führungskräfte unter Beweis stellen: In drei „Unternehmen“ galt es für die Teilnehmer, die Produktion und den Vertrieb eines Luxuskugelschreibers auf die Beine zu stellen. Das besondere Schmankerl dieses Stiftes sollte die Fähigkeit sein, das Geschriebene elektronisch zu speichern, um es schließlich auf einen Computer übertragen zu können.

veröffentlicht am 08.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 15:21 Uhr

Das siegreiche Team der Firma „IPT“bei seiner Produk
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Kritische Fragen aus dem Publikum

Um diese diese Aufgabe erfolgreich zu erledigen, musste der Nachwuchs wichtige Entscheidungen wie Art und Umfang der Kugelschreiberproduktion treffen und Kalkulationen anstellen. Mit Tipps und Anregungen halfen verschiedene Referenten aus Pyrmonter Unternehmen, die Vorträge zu Themen wie Marketing oder Bilanzrechnung hielten. Vor diesen und anderen Vertretern der örtlichen Firmen mussten sich die „Vorstände“ am vorletzen Projekttag bei einem Präsentationsabend beweisen. Im Publikum saßen die „Händler“, die es nun unter anderem von der Funktionalität und dem Design des Kugelschreibers zu überzeugen galt. Da blieben auch kritische Fragen nicht aus – wie etwa die nach einem Modell für Damen. Mit seiner schlagfertigen Antwort „Ich wüsste nicht, was eine Frau an unserem Stift hässlich finden sollte“ amüsierte „Vorständler“ Jakob Nöltker von der Firma „IPT“ das Forum.

Im Anschluss an die Fragerunde stimmten die Vertreter aus Handel und Wirtschaft über die Produkte der Firmen ab. Am Ende setzte sich „LetCon“ mit 58 Stimmen gegen „I-tronics“ (54) und „IPT“ (38) durch. Immerhin bot LetCon für 89 Euro einen digitalen Stift, der seine Akkus automatisch durch die Körperwärme des Nutzers lädt. Mit Sprüchen wie „Heute schon an morgen denken“, konnte LetCon schließlich den Großteil der Stimmen für sich gewinnen.

Am letzten MIG-Tag mussten sich die Firmen in virtuellen Hauptversammlungen vor ihren „Aktionären“ verantworten. Auch hier machte LetCon eine gute Figur, auch wenn die Firma i-tronics den größten Gewinn erzielte. Für das MIG stellten die Stadtwerke Bad Pyrmont die Räumlichkeiten zur Verfügung. Und In einem waren sich alle einig: Das MIG hat wieder einmal Spaß gemacht.

Doch nicht nur das Planspiel war Bestandteil der Projektwoche. Im Rahmen des Projektes „Finanzmathematik“, lernten die Humboldt-Schüler betriebswirtschaftliches Rechnen, und bei „Business English“ ging es um professionelles Englisch im Geschäftsleben. Auf den Weg in die große weite Welt macht sich zwei Gruppen: In Österreich war für das „Skiprojekt“ eine Woche Skifahren angesagt und der Theater-Workshop probte eine Woche im polnischen Kalisz.

14 junge Gäste aus Polen und Schweden

Auch das Partnerschaftsprojekt mit den Schulen aus Olawa in Polen und aus Helsingborg in Schweden führte das Gymnasium in diesem Jahr fort. Sechs polnische und acht schwedische Austauschschülerinnen und -schüler kamen erkundeten in diesem Jahr die Kurstadt und ihre Umgebung. Da dieser Besuch unter dem Motto „Studien- und Berufswahlvorbereitung“ stand, gehörten Betriebsbesichtigungen bei Pyrmonter Firmen zum Programm. Ihre Eindrücke verarbeiteten die Schweden und Polen in einer Präsentation vor interessierten Zuhörern.

„Insgesamt war es wieder ein sehr harmonischer Austausch“, resümiert Michael Djuric als betreuender Lehrer. Zum Abschluss ließen es die Gäste mit ihren deutschen Kumpanen bei einer Abschlussfete gehörig krachen.

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