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Weltkulturerbe: Gruppe der „Great Spas of Europe“ schrumpft / Seibel lobt Alfters Dokumentation

Spa, Vichy und Bath scheren aus

Bad Pyrmont. Dr. Dieter Alfter erwartet kommende Woche in Wiesbaden harte Verhandlungen innerhalb der Gruppe europäischer Bäder, die sich als „Great Spas of Europe“ gemeinsam um die Anerkennung als Weltkulturerbestätte bewerben wollen. In Tschechien – Karlsbad hat die Federführung für den transnationalen Antrag übernommen – spielen nun vor allem Verfahrensfragen eine Rolle. „Das wird hart, ist aber normal“, so Bad Pyrmonts Weltkulturerbe-Beauftrager.

veröffentlicht am 30.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 18:21 Uhr

Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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Alfter reist mit seiner fertigen Dokumentation nach Wiesbaden zur Tagung der Expertengruppe, um sie davon zu überzeugen, dass Bad Pyrmont in die Bewerberrunde gehört. „Dr. Alfter ist es gelungen, die verschiedenen Aspekte, die für Bad Pyrmont von Bedeutung sind, nahezu gleichwertig nebeneinanderzustellen“, lobte jetzt der Vorsitzende des Kulturausschusses, Wilfried Seibel, der zu den wenigen zählt, die den Entwurf schon einmal lesen durften. Alfter freut solches Lob, denn er hat eine Menge Arbeit in das zweisprachige Werk gesteckt, das er kommende Woche seinen Kollegen aus den anderen europäischen Bädern übergeben wird.

Die Runde ist mittlerweile übrigens nicht mehr vollzählig. Das belgische Spa, das französische Vichy und das englische Bath fehlen. Spa hat sich im Alleingang auf die Vorschlagsliste Belgiens setzen lassen, Vichy fehlt ein Empfehlungsschreiben der französischen Regierung und Bath ist – Überraschung! – als Stadt von der Unesco bereits als Weltkulturerbestätte anerkannt. Und einmal geht nur.

Dass ausgerechnet die renommierten Bäder Spa und Vichy ausgeschieden sind, ist ein Verlust. Das sieht auch Alfter so. „Diese Städte genießen in Europa ein hohes Ansehen“, betont er. Ob es gelingen kann, sie zurückzugewinnen, ist völlig offen. „Wir sollten es versuchen“, so der Pyrmonter.

Die Bemühungen Bad Pyrmonts um das Weltkulturerbe stoßen in der Kurstadt nach Ansicht von Seibel auf großes Interesse. Seine Fraktion (Bürgersinn/FDP) hat darum auch beantragt, zu einer öffentlichen Veranstaltung einzuladen, um über die Chancen zu informieren, die sich aus dem Unesco-Titel ergeben; wohl auch vor dem Hintergrund, dass nicht jeder Pyrmonter Verständnis für die eingeplanten Ausgaben haben dürfte. „Weltkulturerbe muss gelebt werden“, begründet Seibel seinen Antrag. „Das ist ein Muss“, ergänzt Michael Rausch (CDU).

Ein Arbeitskreis wird heute beraten, wie die Bevölkerung eingebunden werden kann und das weitere Vorgehen abstimmen. „Wir haben den Museumsverein für eine Vortragsreihe gewinnen können, sollten aber erst die nächsten Schritte abwarten“, so Bürgermeisterin Elke Christina Roeder. Und Alfter ergänzt: „Wir haben einheimische Referenten aber auch auswärtige.“



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