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Neuer Standort für alte Anlage

Sonnenstrom für die Herderschule

BAD PYRMONT. Die Photovoltaikanlage, die dem Neubau des Humboldt-Gymnasiums weichen musste, hat auf dem Dach der Herderschule einen neuen Standort gefunden. Die Montage der 42 Solarzellen soll am Freitag abgeschlossen werden. Ende August soll das Rathausdach eine weitere Anlage bekommen.

veröffentlicht am 02.08.2018 um 17:22 Uhr
aktualisiert am 02.08.2018 um 19:20 Uhr

Heißer Job: Geplant ist, dass die Montage der 42 Solarzellen auf dem Dach der Herderschule am heutigen Freitag abgeschlossen werden soll. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Um diesen Job sind die drei Mitarbeiter der Firma Feldmann nicht zu beneiden. Bei glühenden Temperaturen unter gleißender Sonne sind sie auf dem Dach der Herderschule seit einigen Tagen damit beschäftigt, 42 Solarzellen einer Photovoltaikanlage zu montieren. Es ist keine neue Anlage, die künftig auch der Anschauung der Schüler dient, sondern eine Anlage, die schon einmal auf dem Gelände des Pyrmonter Schulzentrums im Einsatz war und nun einen neuen Standort gefunden hat.

Die Anlage ist ein Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Stadtwerken. Sie war bis zum Neubau des Humboldt-Gymnasiums zwischen dem ehemaligen Verwaltungstrakt der Schule und der ehemaligen Orientierungsstufe auf einem beweglichen Pylon platziert, der sie automatisch zum Sonnenstand ausrichtete. Für den Neubau musste sie weichen. Die Stadt als Schulträger entschied dafür, sie stattdessen auf dem nach Süden ausgerichteten Dach der Grund- und Hauptschule Herderschule zu platzieren.

„Die Anlage erzeugt eine Spitzenleistung von rund 7 kWpeak, die erwartete Jahresarbeit beträgt etwa 8500 Kilowatt, was dem durchschnittlichen Jahres-Stromverbrauch von zwei Drei-Personen-Haushalten entspricht“, berichtet Baurat Thomas Goretzki, der seit kurzem bei der Stadtverwaltung für das Immobilienmanagement zuständig ist. Erwähnenswert sei außerdem, dass durch diese Erzeugung von Strom gut 7500 Kilogramm jährlich klimaschädlicher CO²-Ausstoß vermieden werde und so ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden könne. Wenn die Anlage pünktlich zum Schulstart nach den Sommerferien am kommenden Donnerstag in Betrieb gegangen ist, wird die jeweils aktuelle und die gesamte Stromerzeugung über einen bestimmten Zeitraum auf einem Display angezeigt, das in der Pausenhalle der Herderschule platziert sein wird. „Auf diese Weise wird den Schülern und Schülerinnen die innovative Technik durch Energieerzeugung aus Sonnenlicht sichtbar und erlebbar gemacht“, betont Goretzki.

Die 2010 in Betrieb genommene sechs mal zehn Meter große Anlage musste dem Neubau des Humboldt-Gymnasiums weichen.Foto: Archiv/uk
  • Die 2010 in Betrieb genommene sechs mal zehn Meter große Anlage musste dem Neubau des Humboldt-Gymnasiums weichen.Foto: Archiv/uk

Neben der Anlage auf der Herderschule will die Stadt eine ähnliche Photovoltaikanlage auf dem frisch sanierten und dafür vorgerüsteten Dach des Rathauses errichten. Diese Anlage geht auf einen Antrag der Gruppe 17 im Pyrmonter Rat vom Dezember 2016 zurück. Sie begründete das damals mit der Energiewende, die eine besondere Herausforderung auch für Kommunen darstelle. „Infolgedessen ist die Erstellung eines Energiekonzeptes eine der zentralen Aufgaben der Stadt Bad Pyrmont in den kommenden Jahren“, hieß es wörtlich in dem Antrag. 30 000 Euro stellte der Rat dafür im Haushalt für das Jahr 2017 zur Verfügung. Allerdings musste die Stadt gegenüber der Kommunalaufsicht die Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit der Anlage nachweisen, was zu Verzögerungen führte. Die Anlage mit einer maximalen Leistung von 9,9 kWpeak soll etwa 15 000 Euro kosten. Mit der Montage rechnet die Stadtverwaltung Ende August.



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