weather-image
23°

Aufreger der Saison dominieren

Sommerfest: Feierlaune sieht anders aus

BAD PYRMONT. Das Wetter: ausnahmsweise herrlich. Die Aussicht vom Kempenhof: schön. Die Stimmung beim Sommerfest von 120 Pyrmonter Gastronomen und Gewerbetreibenden: gespannt bis angespannt. Das lag an den großen Angststhemen der Saison: der Tourismusabgabe und vor allem dem Brandschutz.

veröffentlicht am 15.08.2017 um 22:03 Uhr

Bürgermeister Klaus Blome – hier mit der KVV-Vorsitzenden Martina Tigges-Friedrichs und WG-Chef Helmut Fahle – sagt zum Brandschutz: „Ich bin sicher, dass der Einzelne nicht überfordert wird.“ Foto: jl
Juliane Lehmann

Autor

Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Es ist bedauerlich, dass wir acht Wochen warten mussten, bis wir etwas aus dem Rathaus hören.“ So kommentiert ein Pyrmonter Gastronom die urlaubsbedingt späte Stellungnahme von Bad Pyrmonts Bürgermeister zum Aufreger-Thema des Pyrmonter Sommers 2017: den mitten in der Saison von der Kreisverwaltung gestarteten Brandverhütungsschauen.

Nachdem Klaus Blome am Montag zunächst einen offenen Brief an die Hoteliers und Pensionsbetreiber auf die städtische Internetseite gestellt hatte (wir berichteten), meldete er sich am Abend erneut zu Wort, beim gemeinsamen Sommerfest des Kur- und Verkehrsvereins (KVV), des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) und der Werbegemeinschaft (WG) im Lügder „Kempenhof“. Etliche der rekordreifen 120 Besucher dort schienen ohnehin weniger in Feierlaune als vielmehr von Fragen getrieben. Denn mit den Brandschutzkontrollen und der Tourismusabgabe haben die Gewerbetreibenden allgemein und die Hoteliers insbesondere zwei Brocken vor der Brust, die für Unsicherheit sorgen. Der Grund: In beiden Fällen sind die Folgen für die jeweils Betroffenen ungewiss. Denn die Urteile der Brandschutzprüfer sind Einzelfallentscheidungen. Also: nicht übertragbar und für Laien mitunter kaum nachvollziehbar. Und die Höhe, aber auch der Verwendungszweck der Tourismusabgabe, die Bad Pyrmonts Ratspolitiker auf Wunsch des Stadtkämmerers schon am 7. September grundsätzlich beschließen sollen, steht ebenfalls noch nicht fest. Die Zahlen ergeben sich erst im weiteren Verfahren. Das wird aber erst angeschoben, wenn die Politik die Verwaltung dazu ermächtigt hat.

Zum Brandschutz gab sich der Bürgermeister zuversichtlich, als er mit Blick auf die angemahnte Verhältnismäßigkeit der Forderungen allgemein erklärte: „Ich bin sicher, dass der Einzelne nicht überfordert wird.“

Ein Gastronom hatte hier einen konkreten Tipp, falls dennoch weitere solcher Fälle bekanntwerden und Hotelbetreiber sich unerfüllbar scheinenden Forderungen ausgesetzt sähen: Der Mann empfahl den Gang zum Anwalt. Sein Tipp: „In vielen Fällen gibt es viel preiswertere Ersatzmaßnahmen als die, die zuerst verlangt werden.“

Die Gastgeber und auch BPT-Geschäftsführer Karsten Stahlhut appellierten indes an die Gäste: „Wir sollten nach vorn schauen und versuchen, das Bestmögliche aus der Situation zu machen.“

Um das große Thema Brandschutz ging es auch am Dienstag, in einer Sondersitzung des nichtöffentlich tagenden BPT-Aufsichtsrates. Dessen Vorsitzender, Bürgermeister Blome, hielt sich auf Anfrage mit Auskünften indes zurück. Er erklärte, die Stadtverwaltung habe dort auf viele Fragen hin Rede und Antwort gestanden. Und: „Wir sind nur die, die die Gesetze umzusetzen haben.“ Da die Gesetzgebung Landessache sei, seien die Landtagsabgeordneten Petra Joumaah (CDU) und Ulrich Watermann (SPD) einbezogen. „Sie wollen sich kümmern.“ Ein Gespräch mit ihnen habe er noch nicht geführt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?