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Solarthermie für die Dächer des Staatsbades

Bad Pyrmont (uk). Nach und nach will das Staatsbad Pyrmont alle Gebäude, in denen ein Schwimmbad ist, mit Solarthermie ausstatten. Das berichtete Kurdirektor Heinz-Hermann Blome anlässlich eines Besuchs von Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) in der Hufeland-Therme am Montag. Blome sprach von einem Investitionsvolumen von 500000 bis 600000 Euro.

veröffentlicht am 25.05.2009 um 17:23 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 04:41 Uhr

Solarthermie
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Bad Pyrmont (uk). Nach und nach will das Staatsbad Pyrmont alle Gebäude, in denen ein Schwimmbad ist, mit Solarthermie ausstatten. Das berichtete Kurdirektor Heinz-Hermann Blome anlässlich eines Besuchs von Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) in der Hufeland-Therme am Montag. Blome sprach von einem Investitionsvolumen von 500000 bis 600000 Euro.
 Das Warmwasser für die Therme, die im letzten Jahr von 195000 zahlenden Gästen besucht wurde, wird bereits mit Unterstützung einer Solarthermieanlage erzeugt. Auf gut 10 Prozent des Wärmebedarfs bezifferte der Kurdirektor das Einsparpotenzial. „Das entspricht pro Monat etwas dem Energieverbrauch eines Einfamilienhauses“, stellte er fest. Immerhin hat die Therme im vergangenen Jahr eine Warmwasserbedarf von insgesamt 3147 Kubikmeter gehabt. Das entspricht einem Energiebedarf 300000 Kilowattstunden. Als nächstes will das Staatsbad die Tennishalle (auch ohne Schwimmbad) in Angriff nehmen, das Königin-Luise-Bad, die Klinik „Der Fürstenhof“ und das Steigenberger sollen folgen. „Wir haben dem Land eine entsprechende Projektplanung vorgelegt, jetzt müssen wir sehen wie die Gelder fließen“, ließ Blome den Minister wissen.
 Aus Mitteln aus dem Konjunkturprogramm II kann die Staatsbad GmbH als landeseigene Gesellschaft dabei nicht setzen. „Das Land kann sich nicht selber fördern“, machte Blome deutlich. „Neben dem ökologischen Aspekt ist es als Wirtschaftsbetrieb natürlich unser Anliegen, die Energieversorgung bezahlbar zu gestalten“, so Blome.
 Sander, der sich die Technik des Bades vom Technischen Leiter Bernd Stork erläutern ließ, zeigte sich beeindruckt, nicht zuletzt von der betriebswirtschaftlichen Betrachtungsweise. „Solar ist absolut notwendig, sie rechnet sich und ist für ein Staatsbad die Voraussetzung, so eine Therme zu betreiben, stellte er fest. Allerdings vergaß er auch den Klimaschutzaspekt nicht. „Ein Drittel unseres Energieverbrauch wird für Licht und Wärme benötigt.“ Sander sieht in der Solarthermieanlage der Hufeland-Therme eine Chance, auch private Bauherren vom Sinn dieser umweltfreundlichen Technik zu überzeugen. Ein Ergebnis seines Besuches wird es darum sein, dass das Staatsbad künftig monatlich einmal Interessenten Führungen mit Bernd Stork anbieten wird. Anmeldungen sind ab sofort in der Therme möglich, der erste Termin stand gestern aber noch nicht fest.
 Doch die Gespräche mit dem Vertreter der Landesregierung, der als Golmbacher aus dem Weserbergland stammt, wurden nicht nur durch eitel Sonnenschein bestimmt. Im Namen des Niedersächsischen Heilbäderverbandes, dessen Präsident er ist, beklagte sich Blome über den neuen Leiter des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes in Hannover, der durch eine „verbissene Auslegung“ der Verordnungen den Heilbädern das Leben schwer und damit teuer mache. „Bei mir beklagen sich Kurdirektoren aus dem gesamten Zuständigkeitsbereich des Amtes“, berichtete er dem Minister. Auch dem Staatsbad Pyrmont habe der neue Chef schon große Probleme bereitet.
 Sander, dem das Gewerbeaufsichtsamt als nachgeordnete Behörde unterstellt ist, hörte höchst interessiert zu und versprach dem Kurdirektor. „Schicken Sie mir eine kurze Notiz, ich regele das!“ Gleichzeitig machte er aber auch deutlich, dass die Behörde grundsätzlich gut arbeite.

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