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Weiss-Trio und Olah spielen Freitag

Sinti-Jazz vom Feinsten in der Spelunke

BAD PYRMONT. Sinti-Jazz in der Region hat seit neuestem (wieder) einen Namen: Weiß-Trio. Am Freitag, 12. Januar, um 19 Uhr lädt Otto Dohse zu einem Konzert des Hamelner Ensembles ein, das an diesem Abend gemeinsam mit dem Geiger Viktor Olah aufspielen wird. Der Eintritt in die Schloss-Weinstuben ist frei.

veröffentlicht am 11.01.2018 um 18:25 Uhr
aktualisiert am 12.01.2018 um 12:30 Uhr

Zwei Drittel des Hamelner Weiß-Trios in Person von Albany Weiß (v.li.) und Sascha Weiß bei einer Jam-Session mit Viktor Olah in der Sumpfblume in Hameln. Foto: pk
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite

In den vergangenen Wochen standen Lead-Gitarrist Sascha Weiß, Rhythmusgitarrist Albany Weiß und Bassist Angelo Weiß wiederholt auf verschiedenen Hamelner Bühnen und boten dem begeisterten Publikum feinsten Sinti-Jazz in der Tradition ihres großen Vorbilds Django Reinhardt. Mit dem Geiger Viktor Olah wächst ihr Trio nun zum Quartett.

Es ist das erste Mal, dass die Hamelner Sinti-Musiker gemeinsam mit dem Pyrmonter Rom Viktor Olah öffentlich auftreten. Bislang, seit den Sommermonaten, haben sie immer nur miteinander gejamt. Dabei haben sie ihre unterschiedlichen Stile – hier die Sinti-Jazz-Musiker, da der ungarische Prímás, also erste Geiger – jedoch immer mehr einander angenähert. Wie sich das anhört, davon können sich die Zuhörer an diesem Abend ein Bild machen können.

Das Weiß-Trio spielte zuletzt mit dem namhaften Hildesheimer Gitarrenvirtuosen Kussi Weiss im „K3“ in Hameln. Als „Special Guests“ bereicherten Sascha Weiß und Kussi Weiss unlängst gemeinsam die Neujahrskonzerte der Philharmonie des Hildesheimer „Theaters für Niedersachsen“ mit dem kontroversen Titel „Spiel, Zigeuner!“ (wir berichteten). Viktor Olah ist dem lokalen Publikum bereits bekannt – sei es vom „Fürstentreff“ oder als Solist in Otto Dohses „Spelunke“, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Das Hamelner Weiß-Trio kann auf eine lange Reihe musikalischer Vorfahren zurückblicken: etwa auf den Geiger August „Schlimi“ Weiß und dessen Bruder, den Akkordeonspieler Eduard „Kila“ Weiß, beides Söhne des Geigenspielers Heinrich „Waescheskro“ Weiß, allesamt großartige Musiker, die in Hameln und Umland öffentlich aber so gut wie nie in Erscheinung getreten waren. Ganz anders nun ihre Nachkommen: Sascha, Albany und Angelo Weiß suchen die Öffentlichkeit. Und deshalb hat Sinti-Jazz in der Region wieder einen Namen.



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