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Sie haben nie wieder Deutsch gesprochen

Bad Pyrmont (Hei). Sie waren Nachbarn wie andere auch. Man half einander und feierte gemeinsam, kaufte in ihren Geschäften ein, und die Kinder gingen zusammen zur Schule. Doch eines Tages waren sie verschwunden, die jüdischen Nachbarn: Für die meisten wurde es eine Reise ohne Wiederkehr.

veröffentlicht am 28.01.2011 um 16:15 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 20:21 Uhr

asd
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Wie Zeitzeugen dies erlebten und wie die heutige Jugend sich so etwas vorzustellen vermag, war Inhalt einer Gedenkveranstaltung zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz 1945. Der „Arbeitskreis 27. Januar“ hatte zu dem Gedenken eingeladen und dabei die alltägliche Nähe zu den ehemaligen jüdischen Mitbürgern zugrunde gelegt: „Nachbarn, die verschwanden“.

Dieses Mal waren es die 9. Klassen des Gymnasiums, die das Thema mit ihrer Lehrerin Claudia Giefers erarbeitet hatten und bei dem Aufspüren eventueller Zeitzeugen durchaus auch auf Unkenntnis und Desinteresse am Datum 27. Januar gestoßen waren, wie die Schüler berichteten. Doch als Zeitzeugen konnten sie dann doch den früheren Realschullehrer Gerhard Zastrow gewinnen, seinerzeit ein junger Schüler. Er schilderte einige Eindrücke und berichtete, wie er „indirekt mitgekriegt“ habe, wie der Sohn des Rabbiners verschwand und nach Buchenwald transportiert wurde. Später sei es der Familie gelungen, über Schweden in die USA zu emigrieren. „Sie haben nie wieder ein Wort Deutsch gesprochen“, hatte Zastrow erfahren.



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