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Stiftungsprofessur ab März für Dr. Miriam Pein-Hackelbusch an der Hochschule OWL

Sie erforscht die elektronische Nase

Lemgo. Ob Shampoo, Bodylotion oder Waschpulver – Kosmetika und Waschmittel begleiten uns im Alltag. Die Entwicklung und Herstellung solcher Produkte erfordert spezielle technologische und naturwissenschaftliche Kenntnisse, die an der Hochschule OWL im deutschlandweit einzigartigen Bachelorstudiengang „Technologie der Kosmetika und Waschmittel“ vermittelt werden. Um die Lehre und Forschung in diesem Bereich zu stärken, hat die Vereinigung der Seifen-, Parfüm-, Kosmetik- und Waschmittelfachleute e.V., kurz SEPAWA, in Kooperation mit dem Stifterverband für die deutsche Wissenschaft eine Stiftungsprofessur am Fachbereich Life Science Technologies der Hochschule OWL eingerichtet.

veröffentlicht am 29.12.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:41 Uhr

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Dr. Miriam Pein-Hackelbusch wird zum 1. März 2016 die neue SEPAWA-Stiftungsprofessur für das Fachgebiet „Technologie der Waschmittel, Kosmetika und Pharmaka“ an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe antreten. Ihre Forschungsarbeiten hat sie in den vergangenen Jahren auf die Prozesstechnik sowie auf elektronische Sensorsysteme wie elektronische Zunge und Nase konzentriert. Die Stiftungsprofessur wird mit insgesamt 850 000 Euro für die ersten fünf Jahre gefördert. Professor Dr. Klaus-Peter Wittern, Vorsitzender der SEPAWA e.V., kommentiert: „Wir sind sehr froh, dass wir nun eine geeignete Kandidatin für die Stiftungsprofessur der SEPAWA gefunden haben. Unserem Auftrag zur Weiterbildung und Ausbildung des Nachwuchses in den von uns vertretenen Branchen fügen wir damit ein historisch einmaliges Kapitel hinzu.“

Dr. Miriam Pein-Hackelbusch ist 1980 in Wedel geboren, hat in Hamburg Pharmazie studiert und 2008 in pharmazeutischer Chemie promoviert. Seit 2011 ist sie Habilitandin im Arbeitskreis von Professor Dr. Jörg Breitkreutz im Bereich der pharmazeutischen Technologie an der Universität Düsseldorf. Sie hat breite Lehrerfahrung auf chemischem, analytischem und technologischem Gebiet und erhielt auch einen Lehrpreis der Universität Düsseldorf. Pein-Hackelbusch hat darüber hinaus Erfahrung in der Bearbeitung zahlreicher Industrieprojekte. Bis Februar 2016 hält sie sich zu einem Forschungsprojekt in Dänemark auf.

„Frau Pein-Hackelbusch hat eigenständige Forschungsgebiete generiert und zahlreiche Resultate in eigener Verantwortung in Fachzeitschriften publiziert“, so Professor Dr. Thomas Gassenmeier vom Studiengang Technologie der Kosmetika und Waschmittel. „Mit diesem Hintergrund kann sie unsere Arbeit erstklassig unterstützen.“

Außerdem habe sie bereits mehr als eine halbe Million Euro Drittmittel selbstständig eingeworben, überwiegend mit Industriepartnern. „Die Förderung einer Stiftungsprofessur ist immer ein Ausdruck für die besondere Anerkennung der Leistung, die bislang in einem Bereich erbracht wurde. Durch die neue Stiftungsprofessur wird der Bachelorstudiengang ,Technologie der Kosmetika und Waschmittel‘ und der gesamte Fachbereich Life Science Technologies, der in dieser einzigartigen Schwerpunktsetzung eine weit überregionale Strahlkraft hat, noch weiter gestärkt“, freut sich Dr. Oliver Herrmann, Präsident der Hochschule OWL.

Die SEPAWA ist mit über 1500 Mitgliedern eine der größten Fachvereinigungen Europas. In vier regionalen Landesgruppen, drei Fachgruppen (professionelle Reinigung, Legislative Umwelt-Verbraucher, angewandte Kosmetik), der deutschen Gesellschaft der Parfumeure in der SEPAWA und in vier internationalen Sektionen findet der interdisziplinäre Wissens- und Erfahrungsaustausch statt.

Vorträge, Exkursionen und Tagungen werden von den Gruppen organisiert, darüber hinaus wird die Publikation fachwissenschaftlicher Arbeiten sowie die Erstellung von Lernmitteln unterstützt. Der jährliche SEPAWA-Kongress, der gemeinsam mit der GDCh-Fachgruppe „Waschmittelchemie“ und der DGK e.V. durchgeführt wird, zählt zu den wichtigsten Treffpunkten der Branche.



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