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Sicherheitsdefizite? Welche Sicherheitsdefizite?

BAD PYRMONT. Das Pyrmonter Rathaus soll nach Auffassung der Verwaltung eine neue Schließanlage bekommen – für 22000 oder 49000 Euro, je nach Ausführung. Die Verwaltung führt als Grund Sicherheitsdefizite an. Doch welche das sind, das erschließt sich bislang nicht.

veröffentlicht am 23.08.2017 um 16:53 Uhr
aktualisiert am 23.08.2017 um 17:40 Uhr

Doppelte gesichert: Außerhalb der Dienstzeiten wird das Rathaus mit zwei Schlössern abgeriegelt. Dann hat nur noch Zutritt, wer einen Generalschlüssel hat, wie beispielsweise der Bürgermeister. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Bürgermeister Klaus Blome hat einen, sein allgemeiner Stellvertreter Eberhard Weber und einige wenige weitere leitende Mitarbeiter der Stadtverwaltung auch: einen Generalschlüssel, mit dem sie jeden Raum im Rathaus öffnen können. Ginge es nach dem Fachgebiet „Bauverwaltung und technische Dienste“, würden sie ihre Exemplare demnächst austauschen, denn die gut 30 Jahre Schließanlage müsse erneuert werden, weil sie Sicherheitsdefizite habe. Nur welche Defizite dies sind, das erschließt sich bislang nicht.

Auf drei Hierarchieebenen ist die Schlüsselgewalt im Rathaus aufgeteilt. Neben den erwähnten Generalschlüsseln gibt es Schüssel für die Fachbereichsleiter, die damit die Büros ihres Fachbereichs öffnen können, und es gibt Schlüssel für einzelne Büros, mit denen Mitarbeiter Zugang zum Rathaus nur während der Dienstzeiten haben.

Nun soll eine neue Schließanlage her. Entweder eine herkömmliche mit Schlüsseln oder eine digitale mit einem elektronischen Chipsystem samt programmierten Zugangsberechtigungen. Die digitale Variante hätte den Vorteil, dass, anders als beim Verlust eines mechanischen Schlüssels, keine Schlösser ausgetauscht werden müssten. Eine Neuprogrammierung würde reichen. Doch das hat seinen Preis. Die mechanische Anlage veranschlagt die Verwaltung mit rund 22 000 Euro, die digitale mit knapp 49 000 Euro. Geld der Steuerzahler.

Diese Summen ließen die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses aufhorchen. Es gebe doch eine funktionierende Schließanlage und die finanzielle Situation der Stadt sei schließlich bekannt, wandte Udo Nacke (CDU) ein. „Die Gründe für einen Austausch erschließen sich uns nicht so ganz“, sagte er für seine Fraktion. Stefanie Plaul (WiR) wollte genau wissen, welche Sicherheitsdefizite gemeint seien, erfuhr aber von Fachbereichsleiter Hans-Joachim Böhnke nur, dass die Anlage nicht auf dem Stand der Technik sei, es aber „keine erheblichen“ Probleme mit der Sicherheit gebe. Konkret nannte er den Fall eines vermissten Schlüssels. Den – ein Exemplar der untersten Kategorie – habe ein Praktikant nicht wieder abgegeben. Den Ausschuss überzeugte das alles nicht. Der von der Verwaltung erbetene Beschluss wurde – wenig überraschend – vorerst abgelehnt. Die Politiker wollen sich zunächst in ihren Fraktionen beraten.



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