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Musikalische Europareise mit der Sinfonietta Žilina und Kayo Hashimoto begeisterte das Publikum

Schwungvoller Jahresauftakt

BAD PYRMONT. Mit einem gut gemixten Programm brachte der Donnerstagabend ein wunderbar schwungvolles, mit eleganter und populärer Musik sowie exzellenten Solisten gespicktes Neujahrskonzert, das genau den optimistischen Eindruck vermittelte, den man für ein neues Jahr benötigt.

veröffentlicht am 04.01.2019 um 17:32 Uhr

Mezzosopranistin Kayo Hashimoto und die Slowakische Sinfonietta Zilina mit ihrem Dirigenten Oliver von Dohnányi zeigten sich gut aufgelegt und spielfreudig. foto: ar
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Rudi Rudolph Reporter
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Moderiert von Generalmusikdirektor Volker Schmidt-Gertenbach zeigte sich die Slowakische Sinfonietta Zilina aus Bratislava unter ihrem Dirigenten Oliver von Dohnányi äußerst gut aufgelegt und spielfreudig.

Feine präzise abgestimmte Register harmonierten bestens miteinander, auch wenn die Pikkoloflöte gelegentlich vorwitzig etwas schrill herüberkam.

Die beiden Solisten taten in ihrem Fach ein Übriges, dem Abend Glanz zu verleihen. Kayo Hashimoto, Mezzosopran, überragte mit ausdrucksfähiger Stimme, was besonders mit der Arie „De España vengo“ aus der Zarzuela „E niño judio“ von Pablo Luna und dem Lied „Spiel auf deiner Geige“ aus der Operette „Venus in Seide“ von Robert Stolz bemerkbar war. Grandios dann die Arie „Una voce poco fa“ aus der Oper „Der Barbier von Sevilla“ von Gioacchino Rossini, die italienische Leichtigkeit und wahre Stimmartistik vereinte. Mit dem Marsch „Einzug der Gladiatoren“ von Julius Fucik hatte das erste Konzert in der Reihe „Pyrmont Symphonics“ standesgemäß begonnen, und Volker Schmidt- Gertenbach wies darauf hin, dass die Programmplaner versucht hätten, möglichst viele europäische Länder in den Ablauf einzubinden.

Mezzosopranistin Kayo Hashimoto überragte mit ihrer ausdrucksfähiger Stimme. foto: ar
  • Mezzosopranistin Kayo Hashimoto überragte mit ihrer ausdrucksfähiger Stimme. foto: ar

Das hatte mit dem Tschechen Julius Fucik, dem Spanier Luna und dem Deutsch-Franzosen Jacques Offenbach schon gut funktioniert und setzte sich mit dem Slowaken Johann Nepomuk Hummel, dem Österreicher Robert Stolz und dem Deutschen Johannes Brahms schlüssig fort, nur „die Engländer haben wir wegen des Brexit weggelassen,“ erläuterte Schmidt-Gertenbach. So gab es Ohrwürmer wie den „Slawischen Tanz“ von Antonin Dvorak zu hören, und auch der „Ungarische Tanz Nr. 5 g-moll“ von Johannes Brahms nahm das Publikum mit seinem Schwung mit. Brillant in Technik und Ausdruck der Vortrag des jungen Trompeters Stanislaw Masaryk, der mit dem „Rondo für Trompete und Orchester“ für atemloses Staunen sorgte, jedoch später noch mit dem „Karneval von Venedig“ für Trompete und Orchester ein wahres Feuerwerk abbrannte, das die Zuhörer zu Begeisterungsrufen, Trampeln und Klatschen hinriss. Hier wurde aus der bekannten simplen Melodie von „Mein Hut der hat drei Ecken“ ein technisch virtuoses Schmankerl interpretiert, wie es wohl noch nie jemand gehört hatte.

War der erste Programmteil operettenhaft geprägt, dominierte im zweiten Teil die Oper, doch mit Operettenstar Franz Lehár und Frederic Loewe hielt sich der Stil nicht ganz stringent. Doch lief das Orchester mit einem Medley aus „My fair lady“ wiederum zu großer Form auf.

Lange Gesichter gab es zunächst, als zum Schluss nicht der traditionell fällige „Radetzkymarsch“ erklang, sondern die schnelle Polka „Ohne Sorgen“ von Johann Strauss. Doch die Erlösung folgte auf dem Fuße, denn natürlich wurde der „Radetzkymarsch“ noch intoniert, und das Publikum konnte nach einem leichten, bunten und dennoch anspruchvollen Konzert den Schwung und Elan ins neue Jahr mitnehmen.



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