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Von 33 Interessenten für Pop-up-Stores sind aktuell drei übrig geblieben

Schwieriges Geschäft

BAD PYRMONT. So ganz einfach ist das auch für Karsten Stahlhut nicht, die Ladenleerstände in Bad Pyrmont mit einem Schlag zu beenden. Der scheidende BPT-Chef hatte dabei auf das Konzept der zeitlich befristeten Pop-up-Stores gesetzt. Doch von 33 Bewerbern sind aktuell drei übrig geblieben.

veröffentlicht am 12.06.2019 um 16:09 Uhr
aktualisiert am 12.06.2019 um 21:10 Uhr

Immerhin drei Pop-up-Stores konnten Helmut Fahle, Elke Wille, Klaus Blome, Nina Friesen, Birte Koch, Adelgund Frieske, Annika Schmitmeier und ihr Chef Karsten Stahlhut (von links) vorstellen. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„Die Nachfrage übersteigt das Angebot an leeren Läden“, hatte Stahlhut im Januar dieses Jahres vermeldet und gehofft, dass er in der Luxussituation sein könnte, nicht alle Anfragen bedienen zu können. Doch die Sache erwies sich als langwierig und als aufwendiger und schwieriger als gedacht. Manche Interessenten wurden aussortiert, nicht jeder Standort passte zu jedem Interessenten und einige Aspiranten überlegten es sich schließlich anders, obwohl sie lange als sichere Kandidaten galten. Mit 15 Interessenten habe es ernsthafte Gespräche gegeben, so Stahlhut.

„Das war zum Teil sehr, sehr kompliziert und musste nebenbei erledigt werden“, meinte Fahle bei der Vorstellung der ersten drei Stores, der von einem sehr guten Ergebnis sprach und Stahlhut und seine Mitarbeiterin Annika Schmitmeier für die viele Arbeit dankte. Mut mache ihm, dass sich 33 Interessenten gemeldet hätten und das zeige, dass Bad Pyrmont als Standort für den Einzelhandel interessant sei, so der Vorsitzende der Werbegemeinschaft.

Immerhin hat der gemeinsame Aufruf der BPT, der Stadt und des Staatsbades in Kooperation mit Maklern und Hauseigentümern dazu geführt, dass nun drei Pop-up-Stores an den Start gehen beziehungsweise bereits eröffnet haben. Die Eigentümer der Läden hatten sich bereiterklärt, auch auf kurze Zeit befristete Pachtverträge und Mietpreise ab 1 Euro je Quadratmeter zuzüglich Betriebskosten anzubieten.

Birte Koch und Adelgund Frieske eröffnen im Juli an der Kirchstraße im ehemaligen Hutladen ihr Geschäft „Auszeit“. Birte Koch ist Seifensiederin und stellt Naturkosmetik her. Adelgund Frieske arbeitet für das Staatsbad als Freizeitgestalterin und ist nebenberuflich eingestiegen. Sie bietet Wellness und besonders die aus Hawaii stammende Lomi-Lomi-Massage an. Sie haben den Laden auf unbefristete Zeit gepachtet. „Das Pop-up-Konzept ist genau das, was die Stadt braucht“, meinte Birte Koch. Sie selber habe es dazu gebracht, nach Bad Pyrmont zurückzukehren.

Nina Friesen hat zunächst für ein Jahr einen Laden unter den Arkaden an der Hauptallee gepachtet. Die Diplom-Pädagogin und Heilpraktikerin will dort im Juli oder August eine Praxis für Kunsttherapie eröffnen. „Das sind therapeutische Arbeiten mit Farben und Formen, mit Theaterspiel und Tanz“, erläutert sie. „Ich habe keinen Moment gezögert, als ich von den Pop-up-Stores gehört habe“, sagte sie.

Elke Wille ist in Bad Pyrmont gut bekannt. Die gelernte Konditorin und Erfinderin der Pyrmonter „Moortorte“ ist an ihre alte Wirkungsstätte zurückgekehrt, die günstigen Konditionen waren mit ein Grund dafür. Sie hat vor vier Wochen das Café Kristall an der Brunnenstraße eröffnet, das sie bereits von 1988 bis 2001 betrieben hat. Seit der Neueröffnung waren viele ihrer alten Kunden schon bei ihr zu Gast. „Es läuft sehr gut“, freut sie sich. Ihren Pachtvertrag habe sie zunächst für ein Jahr unterschrieben, doch sie habe sich fest vorgenommen, länger zu bleiben.

Stahlhut, der Bad Pyrmont Ende September verlässt, betonte bei der Gelegenheit, dass das Projekt Pop-up-Stores nicht beendet, es vielmehr ein laufender Prozess sei. „Erst gestern hat sich ein neuer Interessent gemeldet“, berichtete er. „Vielleicht machen diese drei ersten drei guten Beispiele anderen Mut“, meinte Bürgermeister Blome, der zunächst einmal hofft, dass die drei neuen Geschäfte zur Belebung Pyrmonts beitragen.

Aktuell hat Stahlhut noch sieben Leerstände für Interessenten im Angebot, auch wenn die Zahl schwankt. Infos gibt es unter Telefon 05281/940520 und vor Ort bei der Bad Pyrmont Tourist am Europaplatz 1.



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