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20 Minuten mehr Zeit zum Umziehen in der Hufeland-Therme

Schwerbehinderte dürfen länger bleiben

BAD PYRMONT. Die Vorsitzende des Beirates für Menschen mit Behinderungen, Anita Bechtloff, hatte diesen Tagesordnungspunkt nicht das erste Mal auf die Liste gesetzt und bislang nur mit dem Hinweis abarbeiten können, dass eine Antwort des Staatsbades noch ausstehe. Worum ging es? Angeregt von Betroffenen hatte sie in einem Schreiben an Kurdirektor Maik Fischer darum gebeten, für mobilitätseingeschränkte Personen die Verweildauer in der Hufeland-Therme über die käuflich erworbene Zeit hinaus auszudehnen.

veröffentlicht am 15.04.2018 um 18:52 Uhr
aktualisiert am 16.04.2018 um 10:43 Uhr

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Autor

Klaus Titze Reporter
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„Dies ist nun mit einem Brief von Kurdirektor Fischer abschließend geklärt. Demnach dürfen sich Personen, die sich mit einem Schwerbehindertenausweis legitimieren, 20 Minuten länger in der Therme aufhalten“, konnte die Vorsitzende dem Gremium verkünden. Das sei ein schöner Erfolg für den Beirat, der sich stets um gerade die Menschen bemühe, die sich ohnehin aufgrund ihrer Einschränkungen nicht gerade auf der Sonnenseite des Lebens befänden, so die Vorsitzende. Und manchmal müsse man eben in der Gesellschaft mit dem Finger konkret auf Veränderungsmöglichkeiten weisen, weil etliche Erschwernisse bei gesunden Menschen nicht zu deren Erfahrungswissen gehören.

Die veränderte Verweildauer für die zuvor genannte Personengruppe wird auch von André Schubert, Stellvertreter von Kurdirektor Fischer, bestätigt. „Es entsprach schon längere Zeit unserer Erfahrung, dass Menschen, die körperliche Einschränkungen haben, einfach längere Zeit benötigten, bevor sie unsere Angebote nutzen konnten. Deshalb hatten wir unseren Besuchern, die zu einer Therapie erschienen, einen Zeitbonus von 20 Minuten eingeräumt“, erläuterte Schubert. Diese Zeit werde halt für hygienische Erfordernisse benötigt oder um zum Beispiel einen erforderlichen Bekleidungswechsel vornehmen zu können. Für diese Abläufe benötigten Menschen mit eingeschränkter Mobilität eben mehr Zeit, als sie gesunde und mobile Personen in Anspruch nehmen müssten.

„Die Verfahrensweise der Zeitzugabe hat sich schon längere Zeit bewährt und so haben wir nach mehreren Besprechungen dem Wunsch des Beirates entsprochen und dies in einem Brief vom 14. Februar auch mitgeteilt“, ergänzte Schubert. Zeitgleich mit dieser Entscheidung sei dies auch an der Kasse der Hufeland-Therme umgesetzt worden. Das bedeute also, dass jede Person, die einen Schwerbehindertenausweis vorlege, automatisch zu der erworbenen Verweilzeit zusätzliche 20 Minuten gebucht bekomme. Dies sei unabhängig von irgendwelcher Differenzierung der Behinderung. „Für uns ist es selbstverständlich, Service und Angebote möglichst umfassend und in Gänze ausschöpfbar zur Verfügung stellen zu können.“ Wir wollen, dass sich die Menschen in der Hufeland-Therme wohlfühlen, hatte es auch Kurdirektor Fischer in seinem Schreiben an den Beirat formuliert.ti

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