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Inklusion hat Tradition, aber insgesamt geht die Zahl der Schüler weiter zurück

Schulstart mit Rollstuhl

Bad Pyrmont. Die Zahl der Jungen und Mädchen, die eine allgemeinbildende Schule in Bad Pyrmont besuchen, nimmt weiter ab. Für das heute beginnende Schuljahr hat die Stadtverwaltung insgesamt 1946 Schüler ermittelt. Zum Vergleich: Vor einem Jahr starteten 2037 Schüler in das Schuljahr, 91 mehr als in diesem Jahr.

veröffentlicht am 11.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:21 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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Bei der Stadtverwaltung macht man unter anderem den demografischen Wandel dafür als Grund aus, denn die Stadt schrumpft. Aber auch das Werben der Lügder Johannes-Gigas-Schule um Schüler hat weiter Erfolg. 14 Schüler wechseln aus Bad Pyrmont ins benachbarte Bundesland – mit Erlaubnis der Schulaufsichtsbehörde. Im vergangenen Jahr waren es 13. Weitere zwei Pyrmonter besuchen das Gymnasium in Barntrup. Im Gegenzug kommen aber 158 Schüler aus Lügde nach Bad Pyrmont.

Beim Pyrmonter Gymnasium halten sich Abgang und Zugang die Waage. 95 ehemalige Grundschüler werden hier in vier Klassen aufgeteilt, insgesamt zählt die Schule 815 Schüler. Das Humboldt-Gymnasium ist damit die größte Schule in Bad Pyrmont, gefolgt von der Herderschule mit 434 Schülern (265 an der Grund- und 169 an der Hauptschule) und der Max-Born-Realschule mit 408 Schülern. Kleinste Grundschule ist mit 48 Schülern Hagen. An der Grundschule Baarsen werden 51, an der Grundschule Holzhausen 190 Schüler unterrichtet. Insgesamt sind die Zahlen weiter rückläufig; von 572 vor einem auf 554 Grundschüler in diesem Jahr. Als Grund- und Hauptschule ist die Herderschule die Letzte ihrer Art im Kreis. „Gegen den Trend haben wir für die Hauptschule sogar noch einige Schüler dazubekommen“, berichtet Schulleiter Hartwig Henke.

Seine Schule ist in Bad Pyrmont Schwerpunktschule für Inklusion, was die Beschulung von Schülern angeht, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind. Schüler, die besonderen Lernbedarf haben, werden an ihrem Wohnort beschult. In Niedersachsen ist die inklusive Schule vor einem Jahr eingeführt worden. 15 der insgesamt 19 Inklusionsschüler (4 Grund- und 11 Hauptschüler) besuchen jetzt die Herderschule, 2 die Grundschule Holzhausen. Außerdem zählt die Pestalozzischule – Schulträger dieser Förderschule ist der Landkreis – zurzeit noch 16 Pyrmonter Schüler ab der 5. Klasse. Die Schule kümmert sich aber auch um Schüler in andern Schulen.

„In Bad Pyrmont hat die Betreuung von behinderten Schülern eine lange Tradition“, so Henke. Bis vor sechs Jahren haben hier im AWO-Internat bis zu 250 körperbehinderte Jugendliche gewohnt, die eine der Pyrmonter Schulen besuchten. „An manchen Standorten kannte man überhaupt noch keine Rollstühle, bei uns ist das anders“, so der Schulleiter, der die Stadt für die „super Ausstattung“ seiner Schule für Inklusionskinder lobt.



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