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Standort soll erhalten bleiben – Investitionen vorgesehen

Schulschließung in Baarsen droht nicht

veröffentlicht am 07.09.2016 um 16:04 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:26 Uhr

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Autor:

Klaus Titze
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Entgegen so manchen kommunalpolitischem Hickhack hebt sich die Gemeinschaft der Bergdörfer wohltuend ab, denn hier ist man sich, so unisono die Ortsvorsteher der Gemeinden, parteiübergreifend einig, dass die Grundschule in Baarsen keinesfalls dicht gemacht werden soll. Ganz im Gegenteil. In den Schulstandort soll investiert werden. Das wird in der Kernstadt nicht anders gesehen. Auch hier soll man sich darüber einige sein, das eine Schließung kein Thema ist.

Die Ortsvorsteher aus Baarsen, Eichenborn, Großenberg, Neersen und Kleinenberg trafen sich vor der Sitzung des Schulausschusses an der Grundschule, um sich von dem inzwischen als Ruheständler in Baarsen lebenden Architekten Georg Motzek einen Entwurf über einen Anbau zeigen zu lassen. Der Anlass hierzu war eine vorangegangene Sitzung des Schulausschusses im Mai (wir berichteten), in der auf die auch von der Landesschulbehörde bemängelte sanitäre Situation hingewiesen worden war.

Für die Lehrer steht an der Grundschule nur eine Toilette zur Verfügung, die sich nahe den Toiletten der Schüler befindet. Zudem würde ein Kind, das auf einen Rollstuhl angewiesen sei, zwar im ebenerdigen Schulbereich mit anderen Kindern unterrichtet werden können, doch eine behindertengerechte sanitäre Einrichtung würde es vergebens suchen. „Wir kommen um eine bauliche Veränderung nicht herum, da allein aus den gesetzlichen Vorgaben der Inklusion derartige Einrichtungen zu schaffen seien“, lautete damals bereits die Einschätzung des Kämmerers Eberhard Weber.

Seitdem hatte es zwar zunächst einen Verwaltungsentwurf für eine Übergangslösung gegeben, doch diese hätte den inklusiven Bedarf nicht gelöst. In wenigen Jahren wäre wiederum eine Baumaßnahme gesetzlich unumgänglich gewesen, so Dirk Wöltje (CDU), und man hätte im Grunde unnötig Geld ausgegeben. In dieser Lage hätte sich Georg Motzek angeboten und kostenfrei eine Idee zu Papier gebracht. Damit würden sich die Gesamtkosten, die für das ursprüngliche Vorhaben über 100 000 Euro gelegen hätten, um gut 30 Prozent reduzieren lassen. Hierin seien Beteiligungen in Form von Eigenleistungen noch gar nicht eingeflossen. Diese wirkten sich zusätzlich kostendämpfend aus. „An das vorhandene Schulgebäude angefügt käme ein Anbau ohne Keller mit höhengleichem Zugang im Inneren. Der Zugang wäre also barrierefrei zu einer behindertengerechten Toilette möglich“, erklärt der Architekt. In diesem Anbau würden die Nassbereiche für die Jungen entstehen und der ehemalige Toilettentrakt stände allein den Mädchen zur Verfügung. Durch das Anfügen dieses Anbaus ließen sich die gesamten Ver- und Entsorgungseinrichtungen des alten Traktes mit nutzen. Um den entsprechenden Platz für den Anbau zu erhalten, müsse die Fluchttreppe an dieser Gebäudeseite im unteren Teil nur im rechten Winkel geschwenkt werden, was keine großen Probleme und Kosten bereiten würde.

Schulleiter Arno Zier ist der Elterngemeinschaft, den Handwerkern und den politischen Gremien äußerst dankbar, dass sie sich gemeinsam für die Grundschule in Baarsen einsetzen. Paul von der Heide (SPD) steht gemeinsam mit den anderen Ortsvorstehern für das Vorhaben ein, mit dem Erhalt und dem Steigern der Attraktivität der Grundschule einen wesentlichen Baustein bestehender Infrastruktur sichern zu wollen, damit auch künftig junge Familien in den Dörfern ansässig werden, die ihre Kinder lieber in kleineren, überschaubaren Bildungseinrichtungen betreut wissen wollen.

Der Entwurf, so Wöltje, werde nun der Verwaltung zur Prüfung und den Ratsfraktionen zur Beratung zugeleitet. Ziel sei es, die Anbaumaßnahme in die Haushaltsberatungen und die Mittelfreigabe für 2017 zu bekommen, damit das Anbauvorhaben 2017 begonnen und umgesetzt werden könne.



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