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Die erfolgreiche Werbung der Johannes-Gigas-Schule in Holzhausen hat Konsequezen

Schulen können in Lügde Flagge zeigen

Bad Pyrmont. Dass Schulen für sich Werbung machen, ist üblich. Dass sie das auch in der Nachbargemeinde tun, eher nicht. Die Lügder Gigas-Schule hat das in Holzhausen getan, und zwar erfolgreicher als bislang bekannt. Es sind nicht fünf Grundschüler, wie es die Pyrmonter Stadtverwaltung bisher berichtet hatte, die zum Schuljahr 2013/14 ins benachbarte Nordrhein-Westfalen gewechselt sind, sondern 15. Die Werbung hat Konsequenzen: Künftig können auch die weiterführenden Pyrmonter Schulen in Lügde auf sich aufmerksam machen. Darauf haben sich die Kommunen geeinigt.

veröffentlicht am 30.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:41 Uhr

Autor:

hans-ulrich kilian
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Bad Pyrmonts Bürgermeisterin Elke Christina Roeder hatte das Thema auf die Tagesordnung der jüngsten Besprechung mit Lügde gesetzt. „Alle Eltern sollten die gleichen Informationen bekommen, und darum sind wir uns einig, dass künftig auch die Pyrmonter Schulen in Lügde für sich werben können,“ betont Roeder. Ihr Amtskollege Heinz Reker weist darauf hin, „dass die Eltern im Talkessel den Luxus haben, gleich unter vier weiterführenden Schulen auswählen zu können“. „Die Werbung der Gigas-Schule per Flyer hat zu Irritationen geführt, aber sie treibt keinen Keil zwischen die beiden Städte“, versichert er und Roeder ergänzt: „Es geht in erster Linie um das Wohl der Kinder.“

Das dürften auch die Pyrmonter Eltern bei ihrer Entscheidung gewichtet haben. „Die Sekundarschule ist ein interessantes Modell“, erkennt Hartwig Henke, Leiter der Pyrmonter Hauptschule, an, nicht zuletzt mit Blick auf die gute Lehrerversorgung. Ob er künftig in Lügde für seine Schule Werbung machen wird, weiß er noch nicht. „Wenn, dann nicht flächendeckend, das macht keinen Sinn, sondern nur gezielt und in Abstimmung mit der Leiterin der Grundschule dort.“ Die Gigas-Schule habe für die Hauptschule nur wenig Bedeutung, betont Henke. Grundsätzlich halte er es angesichts des demografischen Wandels ohnehin für richtig, visionär eine engere Zusammenarbeit mit Lügde in Betracht zu ziehen.

Barbara Wendeln-Henke, Leierin der Max-Born-Realschule, weiß ganz genau, dass die Gigas-Schule eine intensive Öffentlichkeitsarbeit betreibt, die offenbar Früchte trägt. Allerdings ist sie nicht sonderlich beunruhigt. Die Realschule zähle derzeit 438 Schüler, das seien so viele wie lange Jahre nicht, berichtet sie. Sie erinnert daran, dass die Landesschulbehörde jeden Wechsel von Schülern aus Niedersachsen nach NRW genehmigen muss. „Und das hat sie im vergangenen Jahr in allen Fällen auch getan.“ Dass die Max-Born-Realschule künftig auch in Lügde für sich wirbt, hält sie für sinnvoll.

„Wir wollten nicht unfair sein “, begründet Claudia Herrmann vom Humboldt-Gymnasium, warum ihre Schule dort bislang nicht geworben hat. Jetzt kommt der neue Imageflyer wie gerufen für diesen Zweck. 175 Schüler aus Lügde besuchen zurzeit das Pyrmonter Gymnasium. „Die Werbung der Gigas-Schule hat uns nicht geschadet“, stellt die Schulleiterin fest. Eltern, die ihre Schüler nach Lügde schicken, sollten aber bedenken, dass ein späterer Wechsel zurück auf ein niedersächsisches Gymnasium so gut wie nicht möglich sei, zu unterschiedlich seien die Lehrpläne der beiden Bundesländer.



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