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Ehrung Pyrmonter Jugendliche durch den Landesverband des Volksbundes / Mehr als 3000 Euro überwiesen

Schüler sammelten für Kriegsgräber

BAD PYRMONT. Die Schüler der 9. Klasssen der Max-Born-Realschule (MBR) füllten als zukünftige Sammler im Herbst 2017 den Ratssaal und bildeten die Kulisse für eine Ehrung, die den erfolgreichen Sammlern des vergangenen Jahres Anerkennung zollte.

veröffentlicht am 05.04.2017 um 17:41 Uhr

Karl-Heinz Mönkemeyer (li.), Helmut Eichmann von der Pyrmonter Ortsgruppe des Volksbundes und Bürgermeister Klaus Blome (r.) mit den im Rathaus geehrten Schülern und Lehrkräften. Foto: ti
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Autor

Klaus Titze Reporter
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Karl-Heinz Mönkemeyer, Vorsitzender des Bezirksverbandes Hannover des Volksbundes Deutsche Krieggräberfürsorge (Volksbund), war zum wiederholten Mal Gast in Bad Pyrmont und hob hervor, dass gerade junge Menschen in dieser Stadt mit zu den erfolgreichsten Sammlern in Niedersachsen gehören. Immerhin hätten sie mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz im vergangenen Jahr mehr als 3000 Euro dem Volksbund überweisen können und dafür gesorgt, dass ihr Landkreis als einer der wenigen mehr an Spendengeldern gesammelt hätte, als im Jahr 2015.

Für den Volksbund auf fremde Leute zuzugehen, sie von dem Sammelzweck zu überzeugen, erfordere von Jugendlichen auch Mut. Nicht immer würden sie dabei Zustimung und offene Türen finden. „Oft herrscht trotz der seit langem durchgeführten, alljährlichen Sammlung zugunsten der Sorge um deutsche Kriegsgefallene und ihrer Grabstätten noch Nichtwissen um diese Aufgabe, oder den jungen Menschen schlägt offene Ablehnung entgegen“, weiß Mönkemeyer aus Berichten und auch aus eigener Erfahrung als Sammler.

Dabei werde übersehen, dass der Volksbund aktive Friedensarbeit leiste, bestätigen auch Bürgermeister Klaus Blome und Landrat Tjark Bartels, die sich beide an dem Dank und der Anerkennung für die jungen Sammler beteiligen. „Das Geld kommt auch Friedensbegegnungen zugute, bei denen sich Menschen begegnen, gemeinsam arbeiten, sich kennen- und schätzenlernen, statt sich zu bekriegen oder aufeinander schießen“, sprach Bartels aus und wies darauf hin, dass es gerade jetzt in der heutigen Zeit von hoher Wichtigkeit sei, da Nationalismen wieder hoffähig gemacht werden.

Da kämen Bestrebungen von Partnerschulen oder Partnerstädten eine besondere Bedeutung zu, und Aktivitäten, wie sie vom Städtepartnerschaftsverein mit dem Schülerprojekt „Kriegsgräber, mahnende Zeichen der Geschichte“ bildeten geradezu erfolgreiche Leuchttürme. Einen kleinen unterstützenden Beitrag leiste man aktuell auch im Rathaus mit einer Ausstellung des Volksbundes, die sich mit dem Schutz von Menschenrechten insbesondere in kriegerischen Auseinandersetzungen beschäftigt.

Einen besonderen Dank erhielten Anne Loss, ehemalige Lehrerin an der MBR, und Anke Wachtel-Wittrock, Religionslehrerin am Humboldt-Gymnasium, für ihr Engagement, gemeinsam mit den Schülern auf unterschiedlichsten Wegen Menschen zu erreichen und um Spenden zu bitten. So wären die Realschüler fleißig von Haustür zu Haustür gegangen, während die Gymnasiasten mit eigenhändig erstellten Plakaten und Informationen auf dem Wochenmarkt und in der Fußgängerzone um Spenden gebeten hätten.

Als Dank und Anerkennung für dieses ehrenamtliche Tun hatte Mönkemeyer vom Volksbund gefertigte Urkunden mitgebracht, die allerdings im Ratssaal nur an einen kleineren Sammlerkreis überreicht werden konnten. So befand sich eine Großzahl der aktiv gewesenen Schüler der MBR auf einer Klassenfahrt und zahlreiche Jungs des Gymnasiums auf einem Sportseminar.

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