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Festtage vom 30. Juni bis 2. Juli widmen sich dem „Kakaobohne“

Schokoladenstunde beim Fürstentreff

BAD PYRMONT. „Kein zweites Mal hat die Natur eine solche Fülle der wertvollsten Nährstoffe auf einem so kleinen Raum zusammengedrängt wie gerade bei der Kakaobohne“, sagte schon der Deutsche Naturforscher und Philosoph Alexander von Humboldt (1769 bis 1859). Zur „1. Pyrmonter Schokoladenstunde“ lädt der Verein Pyrmonter Fürstentreff e.V. die Besucher am Samstag, 1. Juli, um 15 Uhr in den Schlosshof ein.

veröffentlicht am 27.06.2017 um 17:29 Uhr

Der Verein hat einen Anstecker mit dem Konterfei des Freiherrn Knigge entworfen, der erworben werden kann. Foto: sbr
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Sabine Brakhan Reporterin
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Den gehaltvollen Genuss haben Humboldt und seine Zeitgenossen den Spaniern zu verdanken, die das „braune Gold“ 1519 nach der Eroberung des Aztekenreiches nach Europa brachten.

Im 17. Jahrhundert eroberte der Kakao als erstes dann die deutschen Apotheken – als Arznei: „Es stärcket nemlich der Cacao den Magen, macht Lebensgeister hurtig, verdünnt die Säfte und Geblüht, hilft zur Venus-Lust, stärcket das Haupt, lindert Schmerzen und ist sein Lob sowohl zur Nahrung wie als Medicament nicht genug fast zu beschreiben.“

Beim europäischen Adel etablierte sich der Kakao schnell als Modegetränk. Nicht nur besondere Bekömmlichkeit wurden ihm nachgesagt, sondern auch Heil- und aphrodisierende Wirkungen. Mit einer guten Prise Rohrzucker gesüßt, schmeckte die Medizin auch gar nicht mehr bitter. Und so avancierte das medizinische Genussmittel zum Lieblingsgetränk Ludwigs XIV. und in der Folge wollten viele große und kleine Machthaber es seinem Vorbild gleichtun.

Königin Luise lässt sich eine Tasse „braunes Gold“ kredenzen. Foto: sbr
  • Königin Luise lässt sich eine Tasse „braunes Gold“ kredenzen. Foto: sbr

Der zweiten Kategorie dürfte wohl Anton Ulrich von Waldeck-Pyrmont (1676 bis 1728), der regierende Fürst von Pyrmont zugerechnet werden. Auch er war ein bekennender Freund der heißen Schokolade. Im Rahmen des diesjährigen Historischen Fürstentreffs, der vom 30. Juni bis 2. Juli auf der Hauptallee, im Kurpark und im Schlosshof stattfindet, möchte der Regent, dargestellt von Falk Albrecht, erstmals mit seinem adligen Gefolge und dem Volk mit einem Tässchen „braunen Gold“ anstoßen.

Zur „1. Pyrmonter Schokoladenstunde“ lädt der Verein Pyrmonter Fürstentreff e.V. die Besucher am Samstag, 1. Juli, um 15 Uhr in den Schlosshof ein. „Dort wird den Besuchern gemeinsam mit den adeligen Gästen Anton Ulrichs -heiße Schokolade zum Preis von einem Taler in unseren schönen Sammeltassen gereicht“, berichtet Christiane Richter, die Vorsitzende des Vereins Pyrmonter Fürstentreff. „Untermalt wird der fürstliche Schokoladengenuss von barocker Geigenmusik. Die Mitglieder des Vereins Pyrmonter Fürstentreff unterhalten die Gäste mit Tanzeinlagen vom Adel und den Fürstenkindern und kleiner Akrobatik von Kindern des MTV sowie einer Theaterszene“, verrät die Vorsitzende weiter.

500 extra gefertigte Anstecker können erworben werden

Dass der europäische Hochadel des 17. Jahrhunderts ordentlich feiern konnte, erleben Besucher Jahr für Jahr dank der historischen Inszenierungen des Verein Pyrmonter Fürstentreff. In diesem Jahr heißt das Motto des historischen Fürstentreffs: „Anständig feiern!“ Das geht zurück auf den Kurgast des Jahres Freiherr Adolf Franz Friedrich Ludwig Knigge (1752 bis 1796), beim Historischen Fürstentreff dargestellt von Jan Weigelt. Knigge kurte 1792 tatsächlich in Pyrmont.

Zum 225-jährigen Jubiläum steht der Historische Fürstentreff 2017 ganz im Zeichen des Freiherrn. Um den Kurgast des Jahres den Besuchern auch wirklich nahe zu bringen, hat der Verein einen Pin mit dem Konterfei des Freiherrn entworfen. „Für einen freiwilligen Beitrag von mindestens drei Euro – nach oben sind keine Grenzen gesetzt – kann einer der insgesamt 500 gefertigten Anstecker erworben werden“, macht die Vorsitzende für den streng limitierten Pin Werbung.



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