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Staatsbad entdeckt Unerfreuliches auf der Schlossinsel / Aber immerhin: Am Kommandantenhaus geht’s weiter

Schloss säuft ab: Wasser im Keller, Loch in der Mauer

BAD PYRMONT. Als hätte das Staatsbad nicht schon genug Baustellen am Hals. Jetzt kommt noch zwei Neue dazu. In den Räumen unterhalb der Eckbastion an der nordöstlichen Anlage der Schlossinsel steht Wasser – und zwar mehr als das üblicherweise bei Regen der Fall sein soll. Und in der nördlichen Mauer klafft ein Loch.

veröffentlicht am 04.02.2019 um 14:04 Uhr
aktualisiert am 04.02.2019 um 17:10 Uhr

Die Räume unterhalb der Eckbastion stehen unter Wasser. Das soll im Winter öfter vorkommen, doch so viel wie jetzt ist es normalerweise wohl nicht. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„Ich habe das am vergangenen Wochenende erfahren“, bestätigte am Montag Kurdirektor Maik Fischer nach seiner Rückkehr aus einem Kururlaub. „Das Staatliche Baumanagement war schon vor Ort, und auch unsere eigenen Experten haben sich das angesehen“, sagte er auf Nachfrage dieser Zeitung am Montag.

Laut Fischer haben erfahrene Mitarbeiter des Staatsbades darauf hingewiesen, dass es im Winter immer wieder einmal vorkommt, dass Wasser in den Räumen unterhalb der Eckbastion steht. Doch nicht unbedingt so viel wie jetzt, auch wenn der Staatsbadchef von einem „leicht erhöhten“ Stand spricht. Offensichtlich scheint der Wasserspiegel in den letzten Tagen schon wieder leicht gefallen zu sein. „Wir werden aber überlegen, ob wir das Wasser abpumpen müssen“, erklärte Fischer, der sich am Montag erneut über die Situation hat informieren lassen. „Besorgniserregend ist die Situation nach unserer Einschätzung nicht.“ Natürlich sei aber die Kombination von nassen Mauern und Wasser problematisch.

Die Frage drängt sich auf, ob das mit einem großen Loch in der nördlichen Graftwand der Schlossinsel zusammenhängen könnte. Hier ist ein Teil der Mauer ausgebrochen. Doch der Kurdirektor schloss das aus. „Das Loch ist durch Feuchtigkeit und den strengen Frost entstanden, hat aber nichts mit dem Wasser unterhalb der Eckbastion zu tun“, betonte er. In Abstimmung mit dem Denkmalschutz werde die Stelle demnächst ausgebessert. Aktuell stehe eine Sanierung der gesamten Mauer nicht an, aber im Zuge der geplanten größeren Maßnahme könnte das durchaus ein Thema werden.

Seit Kurzem klafft in der nördlichen Mauer der Schlossinsel ein großes Loch. Foto: uk

Aber auch eine gute Nachricht gibt es von der Schlossinsel. Am Montag wurden die Arbeiten am Dachgebälk des Kommandantenhauses fortgesetzt. „Die finanziellen Mittel für den nächsten Abschnitt sind vom Land freigeben worden, sodass die Arbeiten in diesem Jahr fortgesetzt werden können.

Bereits seit 2016 ist das Gebäude eingerüstet, die Arbeiten sollten dann spätestens im Sommer 2018 abgeschlossen werden. Zuletzt ging das Staatliche Baumanagement davon aus, dass sie noch im kommenden Jahr andauern werden. „Der Bedarf wird regelmäßig aktualisiert und die Mittel beantragt“, begründet Fischer den zähen Ablauf, der immer wieder von Baustopps unterbrochen worden ist. „Aber ich bin jetzt sehr froh, dass es weitergeht. Immerhin ist das Schloss eine der drei Top-Sehenswürdigkeiten Bad Pyrmonts.“

Ursprünglich sollten nur beschädigte Dachplatten ausgetauscht und Holzschäden an den Dachgauben behoben werden. Doch im Laufe der Arbeiten stellte sich heraus, dass die Schäden weitaus größer sind. Das Dachgebälk ist von Schädlingen befallen, und die gesamte Dachkonstruktion muss ausgetauscht werden.



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