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Bürgermeister Müller: Wettbewerb soll erhalten bleiben

Schlammpiste beim Mofarennen

BAD PYRMONT / HAGEN. Beim 11. Mofarennen auf dem Hagen hatten die Teilnehmer mit dem schlammigen Untergrund zu kämpfen. Auch im kommenden Jahr soll es das, wegen der lauten Motorengeräusche umstrittene Rennen wieder geben, kündigte Ortsbürgermeister Müller an.

veröffentlicht am 26.06.2016 um 16:47 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

von Rudi Rudolph
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Der Geruch von Zweitaktgemisch, Auspuffqualm und satter nasser Erde hing noch von den Trainingsläufen in der Luft, düster schoben sich Wolken über den Hagen und im Fahrerlager wurde noch kräftig gewerkelt. Dann ging das 11. Hagener Mofarennen an den Start – Maschinen und Fahrer gut betankt. Robert Lippert raste auf einem Quad durch die Einführungsrunde, hinten drauf Ortsbürgermeister Andreas Müller, der sich und die Startflagge festklammerte – Da flogen die Brocken zum ersten Mal. Feuchtes Gras und klumpige Erde landete auf der Strecke und den nachfolgenden Fahrern. Noch bevor diese per fliegendem Start auf den Parcours geschickt wurden, hatte Andreas Müller in einer kurzen Ansprache den Kämpfer herausgekehrt: Man werde sich dafür einsetzen, dass auch in Zukunft Mofarennen auf dem Hagen stattfinden, „denn ein Schlafdorf ist schwer zu wecken, und wir wollen kein Dorf, wo Menschen außerhalb arbeiten, hier nur schlafen und sich nicht für die Dorfgemeinschaft interessieren. Wir möchten den Wettbewerb erhalten.“

Sah der Besucherandrang an der Rennstrecke zunächst noch ziemlich mau aus, füllte sich das Gelände im Laufe des Nachmittags doch mit Hunderten von Zaungästen und Rennbegeisterten. Der Start verspätete sich etwas, was das Rennen verkürzte, denn der Motorenlärm musste laut Ordnungsamt pünktlich um 19 Uhr beendet sein. So konnten die Teams mit klingenden Namen wie Boss Kloss, Green Frogs oder Zündappschmiede nicht die üblichen vier Stunden ihre Kreise ziehen. Immerhin schafften die beiden besten, das Youngster Racing Team Lügde mit Simon Schlieker sowie Timo und Wolfgang Hansmann 133 Runden in 3 Stunden, 21 Minuten und 33 Sekunden, dicht gefolgt von AS Racing. Sascha Sender und Hansi Leupold mussten sich nur um 14 Sekunden geschlagen geben, was über die lange Renndauer gerechnet nur ein Wimpernschlag war.

Die Spitzenteams brachten Maschinen an den Start, die aus ihren 50 Kubikzentimetern eine kaum eindeutig feststellbare Leistung entwickelten. Da war getunt worden, spezielle Übersetzungen der Ritzel ausprobiert sowie Kolben und Laufbuchsen in den Zylindern bearbeitet worden. Vor allem auf die Standfestigkeit der Motoren legten die Teams besonderen Wert, war doch der schwere Untergrund ein echter Maschinenkiller. Das hatte ein ähnliches Rennen am letzten Wochenende gezeigt, was denn auch dafür sorgte, dass auf dem Hagen anstatt der sonst üblichen 30 antretenden Teams sich nur 23 in die Starterliste eintrugen. Trotzdem wurde verbissen um jede Position gekämpft, waghalsige Überholmanöver und rasante Fahrpassagen wechselten mit vorsichtig zu fahrenden Kurven und kleinen Missgeschicken. Diese riefen gleich die Streckenposten auf den Plan, die bei einem abgewürgten Motor Starthilfe gaben, auch einmal anschoben, doch ernsthafte Unfälle wurden nicht vermeldet. Stürze gingen auf dem weichen Boden glimpflich aus, doch verlangte dieser den Fahrern in puncto Kondition und Kraft alles ab. Pünktlich winkte die Zielflagge die Fahrer ab, und man konnte zum gemeinsamen Feiern mit der Band „Dos Hombres“ übergehen.

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  • Manch einen verschlug es ins Getreidefeld.
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  • Massenstart zur zweiten Rennhälfte.


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