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Koalition im Detmolder Kreishaus setzt den holländischen Investoren jetzt ein Ultimatum

Schiedersee – die Geduld neigt sich dem Ende

Schieder-Schwalenberg (rom). Nach gut einem Jahr ohne greifbare Ergebnisse hat die Politik den holländischen Investoren am Schiedersee ein Ultimatum gesetzt. „Bis Ende des Jahres soll eindeutig geklärt sein, ob das holländische Bauunternehmen ,Centraal Bouw Bedrijf‘ gegebenenfalls mit einem weiteren Investor das Konzept finanziell gesichert hat und umsetzen kann“, sagte gestern Werner Loke, Fraktionsvorsitzender der Grünen-Kreistagsfraktion im Namen der Koalition aus CDU, Freien Wählern und den Grünen.

veröffentlicht am 09.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 05:21 Uhr

Still ruht der See: 30 Millionen Euro will ein holländisches Unt
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Vor gut einem Jahr hatte Landrat Friedel Heuwinkel (CDU) die holländische Firma als Investor für die Ferienanlage vorgestellt. Bis zu 250 Ferienwohnungen wollen die Holländer am Ufer hochziehen. 10 Millionen Euro wollten sich die Investoren das anfangs kosten lassen. Doch diese kleine Lösung haben sie mittlerweile ad acta gelegt. Heute gehen sie von Investitionen in Höhe von 30 Millionen Euro aus. Realistischer sei aber „eine Summe von 50 Millionen Euro plus X“, heißt es im Detmolder Kreistag hinter vorgehaltener Hand.

Auch der ursprüngliche Zeitplan der Investoren hinkt hinterher. Danach nämlich sollten die ersten Ferienwohnungen eigentlich schon am Ufer des Sees stehen.

Die Politik feilt schon länger an einem Plan B. Das Ultimatum ist Teil des Koalitionsvertrages. Und auch die Stadt Schieder-Schwalenberg will ihren Anteil am bisherigen Betreiber, der Erholungszentrum Schieder-See GmbH, abgeben. Die anderen Miteigentümer, der Landesverband Lippe und der Kreis, sollen den Anteil der Stadt übernehmen. Grund für den Ausstieg: Das Erholungszentrum schreibt rote Zahlen, Tendenz steigend. Eine Million Euro Minus sind es derzeit pro Jahr. „Wir erwarten in der nächsten Gesellschafterversammlung im Januar konkrete Ergebnisse aus den Verhandlungen“, sagte Grünen-Fraktionschef Werner Loke weiter. „Sollte es bis dahin zu keinen greifbaren Vertragsverhandlungen gekommen sein, müssen die Verhandlungen auf weitere Interessenten ausgeweitet werden.“ Es sei unabdingbar, im nächsten Jahr zu einer Privatisierung zu kommen. „Dann ist auch eine Privatisierung in Teilbereichen ins Auge zu fassen.“ An der Privatisierung des Schiedersees Beteiligte gehen davon aus, dass ein Verkauf in Einzelteilen schwieriger wird als der Verkauf in einem großen Paket.

Noch Ende August hatten die Holländer versichert, der Abschluss mit Investoren stünde kurz bevor.



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