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Lob für Eichenborner Blauröcke: „Hier läuft es noch sehr gut“

Scharfe Kritik an Auflösung der Großenberger Ortswehr

Eichenborn. Zentrales Thema bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Eichenborn im Dorfgemeinschaftshaus war die Zukunft der Ortsfeuerwehren. Anlass der Debatte war auch hier die Auflösung der Freiwilligen Wehr im Bad Pyrmonter Ortsteil Großenberg, die auch in Eichenborn deutliche Spuren hinterlassen hat. Direkt im Anschuss an den Jahreseinsatzbericht des stellvertretenden Ortsbrandmeisters André Frede, der über die sechs Einsätze der Eichenborner Wehr im Jahr 2015 informierte, wurde in den folgenden Grußworten Tacheles gesprochen. So setzte Bad Pyrmonts Bürgermeister Klaus Blome seine Anmerkung, dass die Großenberger die „Schließung der Ortsfeuerwehr noch bereuen werden“, zwar in Anführungszeichen, gab aber hier doch deutlich den Tenor vor. In die gleiche Kerbe schlug auch der stellvertretende Stadtbrandmeister der Stadt Bad Pyrmont, Axel Herrmann. Wenn sich weitere Wehren auflösten, drohten „englische Verhältnisse: Irgendwer wird schon kommen, irgendwann“. Einer gewissen Ironie entbehrte auch nicht der Hinweis des stellvertretenden Stadtbrandmeisters, dass eines der besten und modernsten Feuerwehrhäuser nun ausgerechnet in Großenberg zu finden sei. Doch sowohl Blome als auch Herrmann lobten den Eichenborner Ortsbrandmeister Michael Eggert und die Eichenborner Wehr: „Hier läuft es ja noch sehr gut“, erklärte Herrmann und verwies auf die gute Mannschaftsstärke bei den geleisteten Einsätzen. Um künftig wieder mehr Nachwuchs zu rekrutieren, solle der „Übergang von der Jugendfeuerwehr zu den Aktiven künftig geschmeidiger gestaltet werden“, erklärte der Bereitschaftsführer der Kreisfeuerwehr, Jürgen Selle. Angedacht seien hier Paten für die jungen Kräfte, die den Übergang erleichtern sollen. Auch das Thema Integration und Frauenförderung werde zukünftig ein noch größeres Thema werden, so der Bereitschaftsführer. Auf ein aus seiner Sicht weiteres Problem wies Wehr- und Ratsmitglied Alwin Steinmeyer hin. So seien die Ausbildungsvorschriften eine sehr höhe Hürde. Die geforderten Standards würden die Gewinnung von bereits etwas älteren Freiwilligen enorm erschweren: „Die Schließung weiterer Wehren wird so gefördert.“ Ob nun gewollt oder ungewollt ließ Steinmeyer zwar offen, doch würden aufgelöste Wehren immerhin „kein Geld mehr kosten“. Im Rahmen der Versammlung wurden Arnulf Scheibner für 40 Jahre und Alwin Steinmeyer für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Ortsbrandmeister Michael Eggert und sein Stellvertreter André Frede erhielten von ihren Kameraden je einen Präsentkorb, da beide nun seit 20 Jahren im Amt sind.

veröffentlicht am 25.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:50 Uhr

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Autor:

Ralph Arndt-Stricker
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  • Seit 20 Jahren im Amt: Ortsbrandmeister Michael Eggert und sein Stellvertreter André Frede erhielten dafür Präsentkörbe.


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