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Protokollnotiz lässt die Bürgermeisterin nicht gut aussehen / CDU-Politikerin hat viele Fragen an die Verwaltungschefin

„Schade, dass der Vorschlag von Frau Körtner kommt“

Bad Pyrmont. Dass Bürgermeisterin Elke Christina Roeder (SPD) und Ursula Körtner (CDU) nicht gerade freundschaftlich verbunden sind, ist offensichtlich, es ist aber auch aktenkundig und lässt Roeder nicht gut aussehen. Körtners Fraktionskollegin Katrin

veröffentlicht am 26.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 07:41 Uhr

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Drinkuth hatte, wie sie jetzt im Bauausschuss berichtete, bei einer Akteneinsicht im Protokoll einer Dezernentenrunde einen Satz gefunden, der das belegt. Bei der Runde war das Gespräch auf den Vorschlag von Körtner gekommen, auf der Bahnhofstraße eine zusätzliche Abbiegespur einzurichten, um nach der Sperrung der Bad Freienwalder Brücke den Verkehrsfluss zu beschleunigen. „Es ist gut, dass es diesen Vorschlag gibt, aber schade, dass er von Frau Körtner kommt“, zitierte Drinkuth im Beisein von Roeder aus dem Gedächtnis.

Vorausgegangen war eine äußerst heftige Auseinandersetzung über die Brücke. Körtner warf der Bürgermeisterin eine bewusste Verzögerung vor, weil immer noch nicht klar sei, ob das Bauwerk einer Belastungserprobung unterzogen werden könne. Außerdem warf sie ihr vor, sich zu weigern, das Schreiben an den Landkreis, mit dem Roeder um die rechtliche Prüfung des entsprechenden Auftrags durch den Verwaltungsausschuss gebeten hat, vorzulegen. Die CDU-Politikerin wollte von Roeder außerdem wissen, ob die Förderzusage aus dem Jahr 2012 für die Brücke immer noch gültig sei, denn das neue Fördervolumen sei mittlerweile überzeichnet. Und auch mit den Aufträgen an die Büros Richter und Löwe setzte sich Körtner auseinander. Sie wollte wissen, warum die Bürgermeisterin den Auftrag an Richter vergeben habe, ohne ein Vergleichsangebot einzuholen und sie sprach von „unglaublichen“ Honorarvereinbarungen mit dem Büro Löwe. „Wir wollen endlich einen Überblick bekommen“, erwartet sie Antworten von Roeder in der nächsten Sitzung.

Das gilt auch für die jüngst vorgelegten Fragen zum Neubau des Humboldt-Gymnasiums und für die Ausschreibung der Stelle eines Projektsteuers. „So haben wir das nicht beschlossen, warum haben das verändert?“, lautete Körtners Frage. „Wir wollen einen Projektplaner, der eine ungleich andere Aufgabe hat.“ Roeder schwieg zunächst, verwies dann darauf, vorher in die Akten schauen zu müssen und stellte schließlich fest: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Fachbereichsleiter den Beschluss nicht korrekt umgesetzt hat.“

Uwe Schrader (SPD) war ihr schon zuvor in Sachen Brücke beigesprungen und kritisierte, dass der Bürgermeisterin und der Verwaltung ständig Knüppel zwischen die Beine geworfen werden. „Und anschließend wird gefragt, warum es nicht vorwärtsgeht.“uk



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