weather-image
10°
Private Vermieter starten 2016 mit zweistelligen Zuwachsraten

Sattes Plus trotz weniger Betten

BAD PYRMONT. „Der Tourismus in Bad Pyrmont ist mit einem satten Plus ins Jahr 2016 gestartet“. Das hat der Geschäftsführer der Bad Pyrmont Tourismus GmbH (BPT), Karsten Stahlhut, unter Berufung auf das Landesamt für Statistik Niedersachsen berichtet. Die Kurstadt nehme eine Top-Position in Niedersachsen ein.

veröffentlicht am 22.06.2016 um 16:09 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

270_0900_3047_pn144_2306.jpg

Autor:

Hans-Ulrich Kilian
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Demnach habe sich ein Plus von knapp 4100 auf 36198 Übernachtungen bei den privaten Vermietern ergeben, was einem Zuwachs von 13 Prozent entspreche.

Ebenso erfreulich sieht es laut Stahlhut bei den Anreisen aus. Seien es bereits 2015 so viele Anreisen wie nie zuvor gewesen, so habe das erste Quartal nochmals um 15,2 Prozent gesteigert werden können, was einem Plus von 2500 auf 17529 Anreisen entspreche. „Zu berücksichtigen dabei ist, dass in den letzten drei Jahren 284 Betten durch Schließungen von Betrieben verloren gegangen sind“, erinnert der BPT-Chef. Besonders erfreulich sei, so Marketingassistentin Regine Köpnick, dass von dem Trend alle Unterkunftsarten – mit Ausnahme der „Hotel Garnis“– profitiert hätten.

Ostern lag dieses Jahr sehr früh. Auch die aktuelle weltweite Sicherheitslage trägt zum touristischen Wachstum in Deutschland bei, jedoch liegt Bad Pyrmont mit diesem Ergebnis landesweit an einer Top-Position. So verzeichnete Niedersachsen „nur“ ein Anreiseplus von 6,5 Prozent beziehungsweise eine Steigerung der Übernachtungen um 9,8 Prozent. Bei einem Blick in die Zahlen des Landesstatistikamtes fällt der Vergleich zu den anderen Heilbädern und Kurorten noch deutlicher aus. Im Durchschnitt verzeichnen sie im ersten Quartal einen Zuwachs von 5,2 Prozent bei den Anreisen und 4,5 Prozent bei den Übernachtungen.

Laut Stahlhut ist der Erfolg im Tourismus zunehmend abhängig von den Anreisen. „Die Aufenthaltsdauer wird immer kürzer, also kann man die Übernachtungszahlen nur über mehr Gäste halten“, stellt er fest. „Daher sollte man sich auch nicht mehr zu sehr auf die Drei-Wochen-Gäste beschränken, wenngleich das Geld so natürlich einfacher zu verdienen ist.“

Er macht für die erfreuliche Entwicklung nicht zuletzt die Arbeit der BPT verantwortlich. „Wir haben es gemeinsam mit den Vermietern geschafft, die Preise für die Übernachtung in den letzten Jahren deutlich, teilweise um 10 Euro pro Nacht, anzuheben. Dies hat den Effekt, den Ertrag der Vermieter deutlich zu erhöhen, um wieder investitionsfähiger zu sein, was aktuell auch passiert wie man sehen kann.“ Steigende Preise sollen anspruchsvollere Klientel anziehen, was wiederum für steigende Kaufkraft im Handel und der Gastronomie sorgt. „Diese Effekte haben wir 2013 mit Einführung des Premium-Konzeptes erhofft und prognostiziert. Mit dem Ergebnis können wir nun mehr als zufrieden sein“, so Stahlhut.

Größere Steigerungen seien nur noch im Winterhalbjahr möglich. In den Sommermonaten liege die Auslastung bereits bei 50 Prozent. „Viel mehr ist da nicht drin, wenn man berücksichtigt, dass oftmals Doppelzimmer als Einzelzimmer vergeben werden“, so Köpnick.

Laut Stahlhut hält die positive Entwicklung in diesem Jahr bislang an. „Bis auf wenige Ausnahmen melden alle Vermieter bessere Zahlen als 2015“, berichtet er.

Info: Bad Pyrmont ist immer noch zu günstig

Karsten Stahlhuthat sich Großes vorgenommen. Er möchte für 2017 die Zimmerpreise in der Kurstadt „sinnvoll anpassen“, denn er sieht dafür ein teils großes Steigerungspotenzial. „Bad Pyrmont ist im Vergleich immer noch zu günstig“, stellt er fest. „Wenn am Ende eines Jahres beim Gastgeber mehr Gewinn überbleibt, kann dieser wieder leichter investieren und sein Produkt weiter verbessern, was wiederum zu Preiserhöhungen führen wird“, beschreibt er den erhofften positiven Kreislauf. „Die Zeit ist reif, dieses seit Jahren schlummernde Potenzial endlich mal zu heben. Vergleichbare Kurorte arbeiten beispielsweise schon seit mehr als zehn Jahren flächendeckend mit Zimmer- statt Personenpreisen, das kann am Jahresende schon mal schnell 10 000 Euro mehr Gewinn vor Steuer in einer kleinen Pension ausmachen.“ Ein so großes Projekt könne allerdings nur gemeinsam und nur dann gelingen, wenn man ein gegenseitiges Vertrauen aufgebaut habe. „Ich glaube, dass wir nun so weit sind, auch, wenn wir nicht immer alle die gleiche Meinung haben.“uk



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt