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Der Comedian hat etwas gegen „braune Gesinnung“

Sascha Korf und die helfende Hand

veröffentlicht am 16.09.2016 um 20:55 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:19 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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BAD PYRMONT. „Standing Ovation – das ist nicht, weil sie nicht wollen, sie können einfach nicht“, sagte Sascha Korf nach seinem Auftritt im Kurtheater. Bad Pyrmont sei eben ein Ort, wo es viel orthopädische Reha gebe. Doch auch ohne Applaus im Stehen wurde der Comedian von den rund 200 Gästen gefeiert. Sie waren begeistert von seinen launigen Sprüchen, aber besonders von seiner warmherzigen Art, mit der er am liebsten gleich den Weltfrieden ausrufen würde.

So gab es viel Zustimmung für seine Kritik, Menschen ihrem elenden Schicksal zu überlassen, anstatt ihnen eine helfende Hand zu reichen. Für seine Verachtung der AfD und deren „brauner Gesinnung“: „Ich hab’ mal versucht die zu fotografieren. Ging nicht, alle unterbelichtet.“

Spontaneität will wohlüberlegt sein. Sascha Korf: „Sagen Sie mir, wer Sie sind, damit ich weiß, wo ich die Humorschraube ansetzen soll.“ Immer wieder verließ er die Bühne, redete mit den Gästen und fand dabei heraus, dass einige im Steigenberger neben ihm Quartier bezogen hatten. Ob er mit ihnen tatsächlich noch eine After-Show-Party inszenierte und Ireen Sheer, die ebenfalls dort abgestiegen war, dazugebeten hatte, ist nicht überliefert. Korf plauderte über Diäten. Er würde schon genug abnehmen, wenn er ausschließlich Raclette bekäme, weil die Pfännchen so klein sind. Und er ließ die Gäste raten, welche Fernsehsendung ihm liegen würde. „Bauer sucht Frau“ fiel ebenso durch wie die „Sportschau“ und „Frauentausch“. „Warum sollte irgendjemand eine Frau wollen, die den eigene Mann abschiebt?“, fragte er. „Promi Big Brother“ konnte er auch nichts abgewinnen. Korf fände sich ideal in der Rolle des Mörders in einem „Tatort“ – jedenfalls besser besetzt als der Kommissar mit Til Schweiger. Dann kam es zu einer Partie Cluedo. Alle bis auf ihn wussten, dass das Opfer von Otto mit Parfüm im Kino gemeuchelt wurde. Zusammen mit Nik aus dem Publikum, den er auf die Bühne gebeten hatte, versuchte der Comedian herauszufinden, was passiert war, wobei Nik nur gestikulieren konnte. Popcorn füttern und Cola kippen brachten Korf aufs Kino, die Hände im typischen Häschenhoppelmodus auf Otto und das imaginäre Flaconkopf-Drücken auf das Parfüm. Die Gäste jubelten. Auch als er ihnen das Gefühl gab, das liebste Publikum auf der ganzen Welt zu sein.



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