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„Grammy“-nominierte irische New-Folk-Band „Beoga“ dreht im Pyrmonter Palmenhaus auf

Sanft wie der Wind und wild wie die Brandung

Bad Pyrmont. Einen wahren Schatz der irischen Musikszene erlebten die Besucher des Palmenhauses am Freitagabend: „Beoga“. Auf gälisch heißt Beoga ,,lebendig“, und damit macht die Band ihrem Namen alle Ehre. Nahtlose Rhythmuswechsel von Jigs auf temporeiche Reels wie in „A lovely madness“, gefühlvolle Balladen wie „Mary danced with soldiers“, wunderbar interpretiert von Niamh Dunne, oder der getragene Air „The solid man“, den Damian McKee seinem verstorbenem Vater gewidmet hat, prägten das anspruchsvolle und mitreißende Programm.

veröffentlicht am 04.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 13:21 Uhr

Stimmstark und eine souveräne Fiddlerin: Niamh Dunne.  Foto: ja

Autor:

Katja Heininger
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Die Musik von Beoga ist facettenreich wie die Insel: sanft wie der Wind über dem satten Grün der Wiesen und wild wie die Brandung an den dunklen Felsen der Cliffs of Moher. Das Quintett spielt gekonnt mit den unterschiedlichen Rhythmen. Hier eine ungewöhnliche Akzentuierung, dort ein paar jazzige Elemente: Die Gruppe bringt frischen Wind in den irischen Folk, ohne seinen Charakter zu verfälschen – und drückt der Musik nebenbei einen ganz eigenen Stempel auf. Kurz gesagt: Die Fünf verstehen ihr Handwerk. Mitverantwortlich dafür ist Keyboarder Liam Bradley, der für ganz neue Impulse sorgt und zusammen mit Damian McKee und Seán Óg Graham, beide exzellente Knopfakkordeonspieler, etliche Stücke des Abends arrangiert hat, die auch in der irischen Tanzszene einen Namen haben.

Nach der Pause dreht die Gruppe noch mal so richtig auf. Da zeigen sie in einigen Soli und Duos, dass auch jeder einzelne ein Virtuose ist. Niamh Dunne, Neuzugang und einziges weibliches Bandmitglied, macht der Familientradition alle Ehre. Sie beherrscht nicht nur die Fiddle (Geige) souverän, sondern verfügt auch über eine ausdrucksstarke Stimme, Eamon Murray an der Bodhrán, der irischen Rahmentrommel, ist nicht nur „All Ireland Champion“ an seinem Instrument, er ersetzt ein komplettes Schlagzeug.

Zu Recht wurde daher das aktuelle Album „Incidents“ für einen Grammy nominiert. Ginge es nach dem begeisterten Publikum, dann ist ihnen der Preis so gut wie sicher.

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