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Umfassendes Angebot für Arbeitslose in Lügde und Barntrup

„Rundum … Barntrup“

Barntrup. Nah an der Grenze zu Niedersachsen und mit guter Anbindung an die Nachbarstadt Blomberg mit den dort ansässigen Firmen und Betrieben – genau aus diesem Grund eignet sich Barntrup besonders als Standort für ein ganz neues Jobcenter-Projekt für den lippischen Südosten. Maßnahmen für Arbeitslose, die bei der Annäherung an den Arbeitsmarkt und bei der Arbeitsplatzsuche helfen, konnte das Jobcenter bisher nur in Blomberg oder den zentraleren Städten Detmold und Lemgo anbieten. „Aufgrund von fehlender Mobilität war für viele unserer Kunden aus dem lippischen Südosten die Teilnahme an solchen Angeboten bisher schwierig. Das wollten wir ändern“, betont Henning Matthes, Vorstand des Jobcenters Lippe. So entstand die Idee zu „Rundum … Barntrup“.

veröffentlicht am 11.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 16:41 Uhr

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Seit September vergangenen Jahres gibt es dieses umfassende Angebot für nahezu alle Belange der Jobcenter-Kunden. In den Bereichen Holz, Metall, Farbe und Hauswirtschaft können die Teilnehmer in Werkstätten verschiedenste Berufsbilder kennenlernen und ausprobieren, dabei eigene Kompetenzen und Stärken entdecken und so neue berufliche Perspektiven entwickeln. Außerdem helfen Sozialpädagogen beispielsweise fehlende Mobilität zu überwinden und geben den Teilnehmern Mut, den neuen Weg in die Arbeit selbstständig zu gehen. Und noch eine Besonderheit findet sich in „Rundum . . . Barntrup“: Jugendliche unter 25 Jahren, die am Anfang ihres beruflichen Weges stehen, werden gemeinsam mit älteren Arbeitslosen betreut, die auf dem Weg zurück in den Job sind. „Dem unterschiedlichen Unterstützungsbedarf tragen wir durch verschiedene Module Rechnung, aus denen die Teilnehmer wählen können und so ihre individuelle Zielsetzung bestimmen“, erklärt Michaela Krupke, zuständige Fachgebietsleiterin beim Jobcenter Lippe.

Um ein attraktives, realisierbares Angebot zu entwerfen, bedurfte es einiger Vorüberlegungen und Planung. Nicht zuletzt mussten die verschiedenen Werkstätten neu angelegt und eingerichtet werden. „Für diese große Aufgabe brauchten wir einen verlässlichen Partner, der bereit war, langfristig zu investieren“, berichtet Matthes. Diesen Partner hat das Jobcenter im Bildungsträger „Competenz-Werkstatt Beruf gGmbH“ (CWB) aus Detmold gefunden. Sie haben Räumlichkeiten in der Straße „Im Wied“ in Barn-trup angemietet, renoviert und dort Werkstätten und eine Küche eingerichtet.

„Wichtig war dem Jobcenter und uns, dass die Teilnehmer sich nicht nur theoretisch mit einem möglichen Beruf auseinandersetzen, sondern praktische Erfahrungen sammeln und im wortwörtlichen Sinne Ergebnisse erzielen, die sie in den Händen halten können“, sagt Klaus Lehmann, Geschäftsführer vom CWB.

So haben die Teilnehmer in den wenigen Monaten seit dem Start zunächst zum Beispiel Regale und Garderoben zur Verschönerung der dortigen Räume hergestellt. Künftig wollen sie damit auch soziale Einrichtungen vor Ort unterstützen. „Auf diese Weise wird ‚Rundum … Barntrup‘ sich nicht nur positiv für die Teilnehmer auswirken, sondern auch einen echten Mehrgewinn für Barn-trup bringen“, hoffen Landrat Dr. Axel Lehmann und Bürgermeister Jürgen Schell, die das Projekt nun vor Ort besuchten und sich intensiv mit den Teilnehmern über ihre ersten Erfahrungen im Projekt unterhielten.

Insgesamt 46 Teilnehmer sind seit dem Start der Maßnahme im September dabei. Sie kommen aus Barntrup und den umliegenden lippischen Städten und Gemeinden wie Dörentrup, Extertal, Lügde oder Schieder-Schwalenberg. Als das Jobcenter das neue Angebot seinen Kunden vorstellte, waren ruckzuck alle Plätze besetzt. „Das zeigt, dass es hier viele neugierige und motivierte Menschen gibt, die gerne bereit sind, sich auf etwas Neues einzulassen, um ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz zu verbessern“, fasst Jobcenter-Vorstand Matthes zusammen.

In der Küche und den drei Werkstätten zeigten die Teilnehmer ihre Fähigkeiten. Christian Auras (26) verteilte Kuchen an die Besucher, v. li.: Bürgermeister Jürgen Schell, Jobcenter-Vorstand Henning Matthes und Landrat Dr. Axel Lehmann.

Foto: pr



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