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Der Kindergarten in Holzhausen bekommt 150 Quadratmeter für eine neue Krippen-Gruppe

Runder Krippen-Anbau stößt auf Begeisterung

Bad Pyrmont (uk). Es geht rund im Kindergarten Holzhausen, denn die von der evangelischen Kirchengemeinde St. Johannes betriebene Kindertagesstätte in den städtischen Gebäuden bekommt einen runden Anbau, in dem künftig in einer Gruppe 15 Kinder im Alter zwischen 6 Monaten und 3 Jahren betreut werden. Die Pläne für die Rotunde stammen von dem Pyrmonter Architekt Florian Brandstetter, der damit sowohl bei den Verantwortlichen des Kindergartens als auch bei der Stadtverwaltung und jetzt bei den Politikern seltene Begeisterung auslöste.

veröffentlicht am 14.04.2010 um 19:57 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 14:21 Uhr

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Brandstetter stellte am Dienstagabend in den Fachausschüssen des Rates seinen Entwurf vor, in den laut Baudezernent Thomas Goretzki sämtliche im Vorfeld erhobenen Wünsche und Forderungen in Bezug auf die Räume und das pädagogische Konzept eingeflossen sind.

„Wir folgen damit der architektonischen Leitidee von der runden Kinderkrippe“, erläuterte Brandstetter. „Mit der geschlossenen Form des Anbaus soll die Dynamik der Kinder unterstützt werden.“ Zudem ermögliche die kreisrunde Bauweise Sichtverbindungen in jede Himmelsrichtung – nach außen wie auch im Inneren des Baus. „Von innen ist jede Ecke zu sehen“, so der Architekt. Rückzugsräume finden die Kinder in kleinen, in die Außenwand eingelassene Röhren, aus denen durch Bullaugen ein Blick nach außen möglich ist.

Die Rotunde ist laut Brandstetter 4,50 Meter hoch und hat eine Nutzfläche von etwa 83 Quadratmeter. Dazu kommt ein Zwischenbau als Verbindung zum bestehenden Kindergarten mit Nebenräumen, Vorbereich, Foyer und Garderobe mit einer Nutzfläche von 67 Quadratmetern, so dass ein Gesamtanbau mit 150 Quadratmeter zu Buche schlage. Die Fassade wird transparent mit Sandstein und hellen Putzflächen gestaltet, die großen Fenstergläser lassen nur teilweise Licht durch. In Verbindung mit einem äußeren Sonnen- und einem inneren Dämmschutz soll das ein Aufheizen des Gebäudes im Sommer verhindern. Nach den Vorstellungen des Architekten soll sich der Anbau dezent einfügen, aber auch einen selbstständigen Gebäudepunkt schaffen. Die runde Form bietet laut Brandstetter auch energetische Vorteile, denn gegenüber einer rechteckigen Bauweise sei die Außenfläche um 13 Prozent (20 Quadratmeter) kleiner. Das spart Geld bei den Heizkosten und gleicht die geringen Mehrkosten für die runde Bauform aus. Durch den Verzicht auf tragende Wände könnte die Rotunde, falls sie eines Tages nicht mehr für Kinder benötigt wird, entkernt und ihre 83 Quadratmeter große Grundfläche auf diese Weise für eine andere Nachnutzung wie beispielsweise einen Seminarraum hergerichtet werden.

Da der Architekt auch zusagte, mit dem festgesetzten Kostenrahmen in Höhe von einer halben Million Euro (122000 Euro steuern das Land, 262000 Euro der Landkreis bei) auszukommen, fiel die Reaktion im Bauausschuss umso begeisterter aus. „Das ist ein toller Plan“, meinte Sieglinde Patzig-Bunzel (SPD). „Der Kindergarten Holzhausen ist schon eine wunderbare Einrichtung. Jetzt bekommt er mit dem Anbau das Sahnehäubchen.“ Und Kathrin Drinkuth (CDU) war sich sicher: „Die Kinder werden es genießen.“



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