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Abtrinken lockt Menschen in Massen zum Weihnachtsmarkt / Deko künftig nur noch bei WG-Mitgliedern?

Runde Sache mit perfektem Finale

Bad Pyrmont. Es gibt Events, die funktionieren, ohne dass irgendeiner die Werbetrommel auch nur anrühren muss. Dazu zählt zweifellos das „Abtrinken“ zum Finale des Pyrmonter Weihnachtsmarkts. Wer immer sich der Kurstadt verbunden fühlt, strebt aus nah und fern zum Brunnenplatz, um sich in der ehemaligen Heimat oder an alter Wirkungsstätte mit ehemaligen Freunden, Schulkollegen oder Mitarbeitern zu treffen und auf die mehr oder weniger alten Zeiten anzustoßen. So wird das Stelldichein zum Who-is-Who aus Pyrmonter Geschichten. Aber auch so mancher Lügder lässt sich die gesellige Sause im Herzen der Kurstadt nicht entgehen.

veröffentlicht am 27.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 11:41 Uhr

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Diesmal bereicherten sogar hohe und höchste Persönlichkeiten aus ganz alter Zeit – dargestellt vom Fürstentreff – die Zusammenkunft. Viele Gespräche begannen mit „Weißt du noch“, und für viele endete der Abend dann mit „Bis zum nächsten Jahr“.

Bis dahin bewiesen vor allem die jüngeren Besucher einen langen Atem. Als die meisten Älteren längst den Heimweg angetreten hatten und das Gros der Buden schon dicht war, scharten sie sich noch immer in Grüppchen auf dem Brunnenplatz. Wer nicht mehr stehen konnte, nahm Platz auf einer Bank. Und wer seine Bierflasche nicht in der Hand behielt, verschaffte den Pfand-Sammlern eine Beschäftigung.

Die Pyrmonter Polizei musste in dieser Nacht wie überhaupt an den Feiertagen weniger Einsätze fahren als in anderen Jahren. „So ein ruhiges Weihnachtsfest hatte ich noch nie“, sagte ein diensthabender Beamter. Allerdings hätten die Ordnungshüter in der Nacht zu Heiligabend Präsenz gezeigt, als sich im Bereich der Lortzing- und Oesdorfer Straße etwa 25 junge Leute aufhielten. „Wenn die sich alle unterhalten, ist das natürlich laut.“ Besondere Vorfälle seien der Polizei in diesem Zusammenhang aber nicht bekanntgeworden.

Auch Helmut Fahle zog nach Abschluss des Weihnachtsmarktes eine durchaus zufriedene Bilanz. „Er war urgemütlich, gut besucht und ist für viele mittlerweile ein echter Treffpunkt“, erklärte der Vorsitzende der veranstaltenden Werbegemeinschaft.

Seiner Überzeugung nach hat der Pyrmonter Weihnachtsmarkt mit viel Atmosphäre gepunktet. Nicht nur beim Höhepunkt – dem Zar-Peter-Winter-Weihnachts-Wochenende –, sondern schon zur Eröffnung mit Bürgermeister Klaus Blome und der Lounge- und Partyband „Mr. Moonlight“ sowie bei den Adventsbasaren mit Hobbykünstlern und Kunsthandwerkern an zwei Wochenenden in der Wandelhalle. „Nicht zu vergessen auch das zweite Open-air-Kino auf dem Brunnenplatz mit dem Film ,White Christmas’ am 5. Dezember“, ergänzt Fahle, nach dessen Überzeugung sich auch der veränderte Aufbau bewährt hat.

Fahle und der Vorstand könnten sich durchaus vorstellen, das Programm noch auszubauen. Das wäre allerdings nur möglich, wenn sich nicht nur die aktuell 87 Mitglieder der Werbegemeinschaft die Kosten teilten. „Leider sind die Filialisten unserer Stadt und auch einige inhabergeführte Fachgeschäfte nicht Mitglied, profitieren aber vom Engagement und Leistungen der Werbegemeinschaft“, so Fahle. Im WG-Vorstand überlege man deshalb, künftig nur vor den Geschäften und Lokalen der Mitglieder eine Weihnachtsdekoration anzubringen. Der Effekt: Jeder könnte sehen, „wer sich für diese Stadt engagiert“, und das eingesparte Geld könnte ins Programm gesteckt werden. Fahle findet jedenfalls: „Der vierwöchige Weihnachtsmarkt ist für Bad Pyrmont immens wichtig und beflügelt das Weihnachtsgeschäft in der Innenstadt“ – trotz der wetterbedingt diesmal schlechteren beiden letzten Markt-Wochen. Viele Menschen hätten sich jedoch auch von Wind und Regen nicht abhalten lassen, den Pyrmonter Weihnachtsmarkt zu besuchen. red//yt/jl

Stimmungsvoll auch ohne Schnee: das Abtrinken am letzten Abend des Pyrmonter Weihnachtsmarktes. yt



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