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CDU regt „unübliche Wege“ für kürzere Bearbeitungszeiten an / Stadt investiert in EDV

Ruheständler fürs Baudezernat?

BAD PYRMONT. 16 Monate hat ein Landwirt aus Löwensen auf eine Antwort auf eine Bauvoranfrage für eine Mehrzweckhalle gewartet – ohne eine Antwort zu bekommen. Das soll kein Einzelfall sein. Von „unzumutbaren Verzögerungen“ bei der Bearbeitung von Bauanträgen oder Bauvoranfragen ist laut der CDU-Fraktion die Rede, die jetzt ungewöhnliche Wege vorgeschlagen hat, um Abhilfe zu schaffen, denn durch den bevorstehenden Neubau des Humboldt-Gymnasiums werde die Bauverwaltung zusätzlich gefordert und das könnte für kleinere private Bauvorhaben noch weitere Zeitverzögerungen bedeuteten, so die Fraktionsvorsitzende Ursula Körtner.

veröffentlicht am 10.06.2016 um 15:42 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Es sind eine Reihe von Vorschlägen, die die Christdemokraten am Freitag Bürgermeister Klaus Blome zur Prüfung vorgelegt haben. Dazu gehören die Überlegungen, externe Fachbüros zu engagieren, die Stadt Hameln oder den Kreis um Amtshilfe zu bitten, Ruheständler zu reaktivieren, durch hausinterne Veränderungen qualifizierte Mitarbeiter kurzfristig einzusetzen und weitere Stellenausschreibungen in überregionalen Medien und Fachzeitschriften vorzunehmen und die Stadt Bad Pyrmont als attraktiven Arbeitgeber darzustellen. „Wir sollen auch bisher unübliche Maßnahmen in die Wege leiten, damit Bad Pyrmonts Ruf als investitionsfreundliche Stadt nicht beschädigt wird“, so Körtner.

„Wenn man damit für eine Übergangszeit einen Notstand beheben kann, warum nicht“, kommentiert der Sprecher der SPD im Bauausschuss, Hans-Herbert Webel, den Vorschlag, weist aber auch darauf hin, dass es bislang der Stadt nicht gelungen sei, die Stelle eines Mitarbeiters für die Bauaufsicht zu besetzen, weil es keine geeigneten Bewerber gebe. Er wundere sich allerdings, weil die CDU zu Zeiten von Bürgermeisterin Roeder (SPD) immer den Standpunkt vertreten habe, dass die Verwaltung die Aufgaben aus eigener Kraft bewältigen müsse.

Bad Pyrmonts Personalchef Walter Schlieker findet es gut, dass sich die Politik Gedanken macht, versicherte aber, „dass wir genau diese Überlegungen auch schon angestellt haben.“ Er berichtete gestern, dass die Stelle für die Bauaufsicht noch einmal ausgeschrieben werde, er selber zu Fachhochschulen fahren werde, um dort künftige Bauingenieure anzusprechen. Eine schnellere Bearbeitung der Baugenehmigungen erwarte man von einer neuen Software. Schlieker: „Der Auftrag ist vergeben, die Mitarbeiter werden nach den Sommerferien geschult.“ Rund 29 000 Euro lässt sich die Stadt das EDV-Programm kosten.uk



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