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Noch kein Mobilitätsangebot für Bewohner der Bergdörfer in Sicht

Rufbus oder was soll es werden?

BAD PYRMONT. Bereits im November vorigen Jahres hatten Bürgermeister Klaus Blome, Projektleiter Thomas Goretzki und Hans-Georg Kösling von der Projektgruppe ForumK aus Nienburg den im Schulgebäude von Baarsen Versammelten eröffnet, dass die aktuellen Bestrebungen um die Mobilitätsangebote im Rahmen der Dorfentwicklungsmaßnahmen eher einen sogenannten Rufbus als einen Bürgerbus favorisieren. Diese Absicht habe die Stadt auch dem Landkreis gegenüber in einem Schreiben angemeldet.

veröffentlicht am 10.02.2019 um 14:37 Uhr
aktualisiert am 10.02.2019 um 20:00 Uhr

In der Gemeinde Salzhemmendorf rollt der Bürgerbus bereits. Für die Pyrmonter Bergdörfer ist die Lage noch unklar. Foto: Archiv/ms
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Klaus Titze Reporter
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In Salzhemmendorf hingegen hat man es geschafft, ausreichend ehrenamtliche Fahrer zu finden, um regelmäßige Fahrten mit einem Bürgerbus organisieren und auch gewährleisten zu können. Auch auf der Ottensteiner Hochebene ist über den Bürgerbusverein Bodenwerder-Polle inzwischen ein Bürgerbus-Service eingerichtet worden, der im April seinen Betrieb aufnehmen soll.

„Da sehe ich bei uns auf der Hochebene doch erhebliche Probleme, zumal wir immer noch bestrebt sind, möglichst auch den Bereich Ottenstein einzubeziehen“, zeigt sich Dirk Wöltje, Ortsvorsteher von Großenberg, skeptisch. Daher räume er auch gegenwärtig der Absicht größere Chancen ein, für einen Rufbus der kreisweit tätigen Verkehrsgesellschaft, über den zwischenzeitlich auch der Busbetrieb für Bad Pyrmont abgewickelt wird, sowohl die Fahrzeugbeschaffung als auch die organisatorischen Herausforderungen des Fahrbetriebes zu überlassen.

Aktuell, so war von ihm und Blome zu erfahren, werde ein Rufbus-System im Ilsetal, also im Umkreis von Börry, als Pilotprojekt erprobt. Und möglicherweise soll auch im Bereich Hessisch Oldendorf dieses Angebot erkundet werden. Dies wird auch von Bastian Schwarz bestätigt, der beim Landkreis Hameln-Pyrmont als Aufgabenträger für den ÖPNV zuständig ist. Für Hessisch Oldendorf laufe noch die Fahrzeugbeschaffung.

Als schwierig stelle sich laut Schwarz die Versorgung im öffentlichen Nahverkehr insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Nachbarlandkreis Holzminden dar, da zur Zeit eine Ausschreibung darüber läuft, wer zukünftig Betreiber des ÖPNV werden soll. Bis zum Sommer 2019 werde wohl keine Entscheidung vorliegen. Erst danach könne man in Planungen gehen, die das Einbeziehen der Bereiche Ottenstein, Bodenwerder, Vahlbruch und möglicherweise auch eine erweiterte Taktung ergeben könnten. Attraktiv könnte sich hierfür auch die Anbindung der S-Bahnstrecke Paderborn-Hannover entwickeln.

„Wir wollen für den Landkreis Hameln-Pyrmont sicherstellen, dass die Bevölkerung der Bergdörfer ein ausreichendes Angebot mit öffentlichen Verkehrsmitteln erhält. Ob das in Zukunft über den Landkreis Holzminden mit dem Ziel der S-Bahnanbindung, einer alle bedienenden Linie und einer höheren Taktung oder durch den Landkreis Hameln-Pyrmont geleistet wird, ist noch völlig offen. Da sind das Ausschreibungsverfahren und auch weitere Gespräche zwischen beiden Landkreisen abzuwarten“, beschreibt Schwarz den Ist-Stand.

In Baarsen war man im November mit der Aussage auseinandergegangen, dass als nächster Schritt zunächst in den Bergdörfern erforscht werden soll, welcher Bedarf für Fahrten mit dem Bus sowohl zeitlich als auch die Zielorte betreffend besteht. Hier wären insbesondere die Ortsvorsteher gefordert, um entsprechendes Datenmaterial für weitere Planungen zu sammeln. Diese Ergebnisse liegen allerdings nach Auskunft von Bürgermeister Blome noch nicht vor.

Zudem hatten sich Blome, Goretzki und Kösling darauf verständigt, mit der Gemeinde Ottenstein ins Gespräch zu kommen, damit zum Frühjahr 2019 geklärt sein kann, inwieweit ein derartiges Mobilitätsangebot auch über die Stadtgrenze Bad Pyrmonts hinaus, also in den Nachbarlandkreis Holzminden hinein, gewünscht wird. Dieses Treffen fand nun erstmalig am Donnerstag dieser Woche statt. „Dabei handelte es sich um ein Vorgespräch, das heißt, es müssen also noch weitere Details geklärt werden. Daher möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt noch kein Ergebnis hieraus mitteilen“, lässt sich Blome ein. Prognosen darüber, ob überhaupt und in welcher Form dieses zukünftige Mobilitätsangebot für die Bergdörfer aussehen wird, insbesondere auch den Zeitablauf betreffend, könne man derzeit nicht abgeben, und Entwicklungen würden sicherlich auch politisch zu entscheiden sein, so Blome.



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