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TV-Entertainer ist der Stargast beim Goldenen Sonntag

Ross Anthony rettet die Party

veröffentlicht am 05.09.2016 um 09:15 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:28 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Die Frisur sitzt, der hellblaue Blazer sitzt, die weißen Zähne blitzen – aber irgendwie hat man sich den Entertainer und Sänger Ross Antony auf der Bühne doch ein bisschen schillernder vorgestellt, mehr wie einen Paradiesvogel. Mit seinem Auftritt als „Stargast“ im Programm des Goldenen Sonntags hat Veranstaltungsleiterin Silke Schauer auf jeden Fall absolut ins Schwarze getroffen: Das Publikum steht und sitzt dicht gedrängt vor der Konzertmuschel, nicht ein Stuhl ist leer. Und mehr Selfies mit einem Promi hat es bisher wohl kaum im Kurpark gegeben.

Die Bühne bleibt zunächst einmal leer, denn Antony sucht den nahen Kontakt zu seinen Fans in der Menge, nennt sie „meine Lieben“, lässt sich fotografieren und fragt kokett, ob seine Hose zu eng sei, schließlich komme er in das Alter, wo man Rainer Calmund mehr gleiche als Brad Pitt. Und als er von einer Zuschauerin wissen will, warum sie denn hier sei, antwortet die unverblümt: „Weil ich Dich liebe“. Das macht den Anderen Mut: „Wenn Du noch länger hier rum laberst, dann geh‘ ich nach oben auf die Bühne“, vergreift sich eine Dame ganz in Rot im Ton. Doch Ross Antony macht gute Miene zum kecken Spiel, schließlich ist er ja Profi. Er packt die Lady und tanzt mit ihr durch den Mittelgang, singt dabei artig weiter. Situation gerettet.

Sein Zehnjähriges habe er gerade gestern auf der Bühne gefeiert, erzählt der Künstler, und er zeigt an diesem Abend, dass er ein breites Repertoire hat. Manches ist von anderen geborgt, aber es kann sich durchaus hören lassen, wenn er singt: „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ oder die deutsche Version des Beatles-Songs „Yeah Yeah“. Und die Mischung aus Liedern, die zum Mitklatschen reizen und besinnlicheren Songs kommt beim Publikum gut an. Einige Titel wie „Wherever you go“ trägt er in seiner Muttersprache Englisch vor, und schließlich gibt es noch eine Überraschung: Sein Lebensgefährte Paul, ebenfalls ein Sänger, kommt auf die Bühne, und gemeinsam singen sie in harmonischer Übereinstimmung „A wonderful live“.

Jederzeit ein Selfie. Foto: yt

Doch eigentlich ist es Nebensache, was der Engländer singt: Es ist die Art seiner Präsentation, die unmittelbare, fast familiäre und private Nähe zu seinem Publikum, die so gut bei den Fans ankommt. Das mag nicht jedem gefallen, aber mit sicherem Instinkt findet Ross Antony genau die raus, die sowas mögen und bezieht sie in seine Show mit ein. „Ist der nicht süß?“, fragt eine junge Zuhörerin eine andere und lässt ihr Handy gar nicht mehr los.

Nach einer Stunde ist die Show vorbei, wenigstens der offizielle Teil. Aber natürlich gibt es noch ein paar Zugaben, bevor es endgültig vorbei ist. „Eigentlich war Ross Antony das Beste, was uns in dieser Situation passieren konnte“, räumt Veranstaltungsleiterin Silke Schauer ein. Denn während bei dem Star die Hölle los war und sich die Zuhörer drängten, war der allgemeine Besuch des Goldenen Sonntags aufgrund des unbeständigen Wetters eher mager: 4500 zahlende Gäste hat das Staatsbad an dem Brandenburger Tor, der Eintrittspforte, bis zum frühen Abend verzeichnet. „Das war das bisher schlechteste Besucherergebnis eines Goldenen Sonntags. Aber schon die Wetterprognose für diesen Tag hat natürlich viele Menschen, die sonst gekommen wären, daran gehindert, sich auf den Weg zu machen“. Ob die Parkbeleuchtung wegen immer wieder einsetzender Regenschauer im vollen Umfang durchgeführt werden konnte, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest, wie Silke Schauer betonte. „Aber das Feuerwerk wollen wir auf jeden Fall starten“, versprach sie. Bildergalerie: Online unter www.dewezet.de



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