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Neumünsters SPD-Spitze will Pyrmonts Ex-Verwaltungschefin als Oberbürgermeister-Kandidatin

Roeder wird wieder Wahlkämpferin

Bad Pyrmont. Mag sein, dass Elke Christina Roeder seit ihrem Abschied aus der Kurstadt verstärkt Stellenanzeigen liest. Das hatte sie im PN-Interview zu ihrem letzten Arbeitstag als Chefin des Pyrmonter Rathauses jedenfalls gesagt. Besonders intensiv muss diese Lektüre derzeit aber nicht sein. Denn zumindest bis zum 10. Mai 2015 ist die Sozialdemokratin beschäftigt. Als Wahlkämpferin. Denn Roeder soll für die SPD als Oberbürgermeisterin von Neumünster in den Ring steigen. Die Zusage gab die 47-Jährige angeblich bereits Ende Juli. Das haben die „Kieler Nachrichten“ am Samstag berichtet.

veröffentlicht am 10.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:19 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Ausgeguckt worden war die Überraschungskandidatin demnach von einer dreiköpfigen „Findungskommission“. Die hatte sich laut Roeder zuvor „bundesweit umgeschaut“. Im Juni soll Schleswig-Holsteins SPD-Landeschef Ralf Stegner bei ihr angefragt haben. Ihre offizielle Nominierung für die Wahl am 10. Mai 2015 ist am 19. November geplant.

Die übrigen Genossen vor Ort erfuhren von der Personalie erst vor vier Tagen. Denn Roeder hatte sich Bedenkzeit erbeten. Sie habe erst die Stadt kennenlernen und sich „die Leute vor Ort angucken“ wollen, wird sie zitiert. Außerdem habe sie „bis zum letzten Tag meinen Job in Pyrmont in Ruhe zu Ende bringen“ wollen.

Wie die Chancen der Sozialdemokratin stehen, den Chefsessel im Rathaus von Neumünster zu erobern, ist derzeit noch völlig unklar. Fakt ist jedoch: Der parteilose Amtsinhaber Dr. Olaf Tauras kann bei seiner schon im September bekannt gegebenen erneuten Kandidatur – wie schon 2009 – auf die Unterstützung von CDU, Grünen und FDP zählen. Bei seiner ersten Wahl hatte er fast 60 Prozent der Stimmen erhalten und der SPD damit erstmals nach 60 Jahren die Macht im bis dahin „roten Rathaus“ von Neumünster entrissen. Zudem habe er durch seine Amtsführung wenig Angriffsfläche geboten, urteilt die Zeitung „Holsteinischer Courier“ .

Allerdings hätten 2006 auch nicht viele Pyrmonter auf einen Überraschungssieg von Elke Christina Roeder gewettet. Die Niederlage des damaligen Amtsinhabers Klaus-Henning Demuth (CDU) dürfte nicht zuletzt die zu Wahlkampfbeginn noch auswärtige und völlig unbekannte Siegerin selbst erstaunt haben. Doch das ist acht Jahre her. Den Schluss ihrer Pyrmonter Zeit besiegelte die eigene verlorene Wahl.

Sollte es im Falle eines Wahlsieges der Sozialdemokratin im Norden stürmisch zugehen, dann wäre Roeder zumindest gewappnet – nach dem teils heftigen Gegenwind, der ihr seit Amtsantritt in der Kur-stadt-Politik entgegenblies. Über die Pyrmonter Zeit sagte sie in Neumünster laut Me-dienbericht: „Mit dem Gewinn der Wahl war ich die Sensation in Niedersachsen; die Stadt ist eher konservativ geprägt.“ Sie glaube, dass die Sperrung der Bad Freienwalder Brücke sie Stimmen in Bad Pyrmont gekostet habe. „Aber ich würde diese Entscheidung jederzeit wieder treffen.“

Dass Roeder im Falle eines Wahlsiegs ohne ihren Mann nach Neumünster ginge, hat sie auf eine Frage des „Holsteinischer Couriers“ erklärt. „Aber das war er auch nicht in Bad Pyrmont oder in meiner Londoner Zeit“, wird sie zitiert.

An Neumünster hat die angehende Wahlkämpferin den Angaben zufolge „Potenzial“ entdeckt. Zudem outete sie sich dort als Fan von Bürgerbeteiligung und hob hervor, dass „Bad Pyrmont als eine der besten Verwaltungen Niedersachsens ausgezeichnet“ wurde.

Neumünster ist mit fast 79 000 Einwohnern indes eine andere Hausnummer als Bad Pyrmont. Und der Rat der schleswig-holsteinischen Stadt ist bunt besetzt: Ihm gehören neben CDU als stärkste Fraktion sowie SPD und Grünen auch ein Bürgerbündnis, Piraten, Linke und die NPD an.

Bei ihrer Vorstellung als potenzielle SPD-Kandidatin für das Oberbürgermeister-Amt in Neumünster posiert Elke Christina Roeder am Freitag für die Pressefotografen. Nitschke



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