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Bei Tagung der Staatsbäderstädte ging es um Einnahmeverbesserungen und die eine oder andere Idee

Roeder schließt Bettensteuer kategorisch aus

Bad Pyrmont (uk). 27 Staatsbäderstädte gibt es in Deutschland, doch eine landeseigene Staatsbadgesellschaft nur noch in Bad Pyrmont. Und über diesen Sonderstatus ist Bürgermeisterin Elke Christina Roeder sehr froh. Sie hat nämlich jetzt von ihren Bürgermeisterkollegen erfahren, wie es ist, wenn die Infrastruktur, die zu einem Kurbetrieb gehört, zumindest zum Teil kommunalisiert wurde.

veröffentlicht am 26.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 20:21 Uhr

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Zum Beispiel kümmert sich in Badenweiler bei Freiburg die Gesellschaft Badenweiler-Thermen-Touristik (BTT) um den Kurbetrieb. Gesellschafter sind neben dem Land ein Gewerbeverein, zwei Banken und die Kommune. Und darüber ist Bürgermeister Karl-Eugen Engler ziemlich froh, denn in zwei Jahren will das Land Baden-Württemberg die finanziellen Beteiligungen an seinen vier Staatsbädern überprüfen. „Wir haben die Zeichen der Zeit viel schneller als die anderen erkannt“, sagte Engler, Sprecher des Arbeitskreises deutscher Staatsbäderstädte.

Der hatte sich in Bad Pyrmont zu einer seiner regelmäßigen Tagungen getroffen, um Erfahrungen auszutauschen. Alle Staatsbäder in Deutschland müssten mit den Folgen der Gesundheitsreform und veränderten Strukturen leben, stellte Engler fest. „Es geht darum, mehr als bisher die private Seite in Investitionen einzubinden, denn hier fällt der Hauptprofit an,“ machte er deutlich. Die Diskussion über die Kommunalisierung des Staatsbades hat auch Bad Pyrmont führen müssen, mit politischer Unterstützung aber abgewendet – vorerst zumindest. „Das ist aktuell kein Thema für uns“, betonte Roeder. Höchstens gehe es darum, weitere Synergieeffekte in Zusammenarbeit mit dem Staatsbad zu nutzen.

„Bad Pyrmont hat ein großes touristisches Potenzial“, stellte Engler beeindruckt fest, nachdem er und seine Kollegen die Stadt besichtigt hatten und sich von Kurdirektor Heinz-Hermann Blome über die Sicht auf die Zukunft und von Tourismuschef Karsten Stahlhut über die touristische Ausrichtung der Stadt hatten aufklären lassen.

Ein Problem teilt Bad Pyrmont mit fast allen Staatsbäderstädten: Die Einnahmen decken die Ausgaben nicht. Allerorten fordert die Kommunalaufsicht dazu auf, die Einnahmemöglichkeiten zu verbessern. Bettensteuer und Fremdenverkehrsabgaben waren folgerichtig Thema der Tagung – aber nicht Thema für Bad Pyrmont. „Das kommt für uns nicht infrage“, versicherte Roeder kategorisch, dass so eine Überlegung nicht zu den „zwei bis drei Ideen“ gehöre, die sie aus der Tagung mitgenommen habe. Denn welche das sind, das wollte sie noch nicht sagen. Das müsse sie zunächst mit den Herren Blome und Stahlhut besprechen.



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