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Roeder bedauert "unglückliche Formulierung"

Bad Pyrmont. Als am Sonntagnachmittag in den Emmerauen die Suche nach dem vermissten Kanuten begann, fanden sich auch Bad Pyrmonts Bürgermeisterin Elke Christina Roeder und ihr Lügder Amtskollege Heinz Reker am Unglücksort ein. So wollten sie ihre Betroffenheit über den Unfall und ihre Verbundenheit mit den Gekenterten und den Helfern ausdrücken. Doch dann machte die Bürgermeisterin einen Fehler.

veröffentlicht am 11.01.2011 um 21:11 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 21:21 Uhr

Roeder
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Bad Pyrmont. Als am Sonntagnachmittag in den Emmerauen die Suche nach dem vermissten Kanuten begann, fanden sich auch Bad Pyrmonts Bürgermeisterin Elke Christina Roeder und ihr Lügder Amtskollege Heinz Reker am Unglücksort ein. So wollten sie ihre Betroffenheit über den Unfall und ihre Verbundenheit mit den Gekenterten und den Helfern ausdrücken. Doch dann machte die Bürgermeisterin einen Fehler:

„Ich weiß nicht, wieviel ich getrunken haben muss, um auf eine solche Schwachsinnsidee zu kommen, bei diesem Wetter mit dem Kanu ins Wasser zu gehen und dann eine solche Aktion auszulösen“, sagte sie in das Mikrophon eines NDR-Fernsehreporters. So wollte Roeder wohl ihr Unverständnis über den Leichtsinn ausdrücken, der den Vermissten mit seinen beiden jungen Begleitern zu der unheilvollen Kanufahrt verleitet haben mochte. Das Statement lief unter anderem am Montag in „Hallo Niedersachsen“.  Und so mancher, der es hörte, war befremdet von der Wortwahl – obwohl Roeder sinngemäß gemeint haben dürfte, was viele dachten. Doch seither musste sich die Pyrmonter Verwaltungschefin einige Kritik gefallen lassen. Denn in manchen Ohren klang ihr Satz nach mangelndem Mitgefühl.

Besonders aufgebracht war der Vater des Vermissten über die vermeintliche Unterstellung, dass sein Sohn vor Fahrtantritt Alkohol getrunken haben könnte. Zum zermürbenden Wechselbad aus Ungewissheit und Verzweiflung kam nun noch die Empörung über den abwegigen Vorwurf.

„Dafür kann man sich nur entschuldigen“, sagte Roeder am Dienstag auf Anfrage. Das hat sie beim Vater persönlich nach eigenem Bekunden gestern getan. „Als ich den Fernsehbericht sah, habe ich mich über die Wortwahl selbst erschrocken“, so die Bürgermeisterin weiter. Ihre „absolut unglückliche Formulierung“ versuchte sie mit der eigenen Gefühlslage zu erklären, als sie „bei dieser Tragödie mit einem Schock in den Knochen in der Wiese stand“. Natürlich seien ihre „Gedanken jetzt bei der Familie, deren Freunden und Bekannten, die diese schrecklichen Ereignisse verarbeiten müssen“.

Von Juliane Lehmann



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