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Musikschüler präsentieren modernes Programm

Rockig, poppig, virtuos – und mit Feuereifer bei der Sache

Bad Pyrmont. Nachdem vor fast einer Woche die Klassik-Abteilung der Musikschule Bad Pyrmont ihr Können in der Öffentlichkeit präsentiert hatte, war nun deren Abteilung Rock-Pop in der Aula der Max-Born-Realschule an der Reihe. Und, das fiel sogleich auf, die hatte es aus mehreren Gründen ungleich schwerer: Da war einerseits die aufwendige Technik, die zwischen den einzelnen Auftritten umfangreiche Umbauten auf der Bühne erforderlich machte, dann das sperrige Equipment, das dort herumstand, sowie die recht diffuse und unzureichende Beleuchtung. Andererseits war auch die Aula nur spärlich gefüllt, was die meist jungen Akteure nicht verdient hatten, und so erschien die Atmosphäre recht kühl und unpersönlich. Das tat jedoch der Stimmung und dem Eifer der Musiker keinen Abbruch, und sie legten sich mächtig ins Zeug.

veröffentlicht am 10.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 03:41 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Das Gitarren-Duo Jasper Fidorra mit seinem Gitarrenlehrer Zine Tabet zeigte gleich, wo es langging. „Whish you were here“ von David Gilmore und Roger Waters stimmte auf das moderne Programm ein. Sehr engagiert trat auch die Tabets Gitarren-AG auf, eine erst seit August bestehende Gruppe aus Emily Beck, Stefan Friedrich, Celina Krause, Siraprapha Saelim, Pia Ulma und Laura Windemuth, die aber bei „What’s up“ und „Stand by me“ schon recht beherzt in die Saiten griffen. Das Saxofon-Ensemble der Musikschule unter der Leitung von Pjotr Techmanski konnte in der Besetzung Norbert Döding, Sabine Hoffmann und Max von Stuckrad gekonnt „Take the A Train“ von Duke Ellington intonieren, und die Percussion People Pyrmont zeigten mit „Paradiddle Movement with Solo Cadence“, was Trommeln an Intensität und Variationsreichtum innewohnt. Jonathan Gehring, Kevin Steinmeier und ihr Lehrer Andreas Vogt gaben an den Sticks alles, mit dabei war auch wieder Multitalent Jasper Fidorra, der zudem beim nächsten Gig an den Drums mächtig Dampf machte. Stefan Bienert hatte da mit Bandcoaching eine interessante Zusammenstellung an Instrumenten beieinander. Neben Jasper Fidorra (Drums) bliesen Berke Karakas und Jacob Tomalak ins Blech, sehr beeindruckend aber Henry Chikitaze, der „Thank you very much“ und „Roar“ mutig und mühelos sang, vielleicht der Anfang einer Karriere. Saskia Hoppe begleitete am Keyboard, den Titel „I couldn’t care less“ und sang auch mit Bravour. Mühelos hoben die vier gesetzten Herren der Gruppe „Nachtfahrverbot“ dann den Altersdurchschnitt an, denn die Musikschule unterrichtet ja nicht ausschließlich Kinder. Doch was die Rocker Norbert Döding (Saxofon), Hartmut Kluge (Gitarre) und Thomas Schulz (Gitarre) da mit vier Stücken lieferten, war schon Extraklasse. Besonders Klaus Muchow an den Drums ließ da einen Ginger Baker der legendären Cream fast alt aussehen. Sie stellten wohl die Vorgruppe zum abschließenden Hauptact des Abends dar, denn mit „Unbemannt“ in der Besetzung Judith Proietto, Stefan Mewes, Ecki Crash, Jonas Heinken sowie Jonas Poietto, die ausschließlich eigene Kompositionen auf die Bühne brachten, endete ein rundum unterhaltsamer Abend.

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  • Die Gitarren-AG mit Lehrer Zine Tabet (rechts). ar


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