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Kultusministerium fördert Aufführungen von Jörg Schades Musiktheater mit fast 13 000 Euro

Ritter Gluck kriegt Kohle aus Hannover

Bad Pyrmont (jl). „Hey, das ist ja klasse! Ich freu‘ mich wie Bolle!“, entfährt es Jörg Schade, als er am Telefon hört, dass sein Musiktheaterstück „Ritter Gluck im Glück“ in diesem Jahr vom niedersächsischen Kultusministerium mit 12 638 Euro gefördert wird. „Das ist die volle Höhe, die wir irgendwann im letzten Frühjahr beantragt hatten“, erzählt der in Bad Pyrmont lebende Theatermacher. „Danach hatte ich nie wieder etwas davon gehört.“ Jetzt erfährt er die gute Nachricht via PN-Redaktion von Ursula Körtner. Die CDU-Landtagsabgeordnete hat davon am Rande der Haushaltsausschusssitzung in Hannover gehört und Schades Telefonnummer nicht dabei.

veröffentlicht am 11.01.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 16:21 Uhr

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Das Fördergeld aus der Landeshauptstadt, das Jörg Schade vor allem der Fürsprache einer mit unabhängigen Experten besetzten Musikkommission verdankt, kann er sich natürlich nicht ins Portemonnaie stecken, obwohl er einer der beiden Autoren des Musiktheaterstückes ist. Vielmehr ermöglicht der Betrag es ihm, das Stück bei 15 Vorstellungen im Land weiteren 3000 Kindern zu zeigen und damit die nachwachsenden kleinen Niedersachsen kindgerecht mit den Kompositionen von Christoph Willibald Glucks (1714-87) bekannt zu machen. Oft ist das die erste Begegnung der Grundschüler mit live gespielter klassischer Musik. Fast 20 000 Mädchen und Jungen haben sich mit „Ritter Gluck“ schon amüsiert. „Wir sind die, die mit unseren Stücken die meisten Kinder erreichen“, sagt der 49-Jährige, der auch als „Papa Haydn“ schon geschätzte 52 000 junge Zuschauer hatte.

Die Mittel für diese Musikvermittelung sind aber begrenzt. Obwohl Jörg Schade den Aufwand so gering wie möglich hält, decken die 3 Euro Eintrittsgeld in den Schulaulas und -turnhallen die Kosten längst nicht. Denn neben „Ritter Gluck“ stehen stets noch ein Sopran und fünf Bläser auf der Bühne, die ebenfalls aufgebaut werden muss. „Und wir bereiten das Stück in den Schulen auch vor“, sagt der Mime, Regisseur und Librettist. „Wir versorgen sie vorher mit Material und besuchen sie.“ Deshalb will er jetzt gleich alle Schulen anrufen, die in den Startlöchern stehen, „und dann können wir den ganzen November durchspielen“. Zu den Stationen zählen dann Bodenwerder, Holzminden, Hannover – und Bad Pyrmont.

Zudem will Jörg Schade von dem Stück ein Video filmen lassen, dass er bei Vorträgen zur Musikvermittlung zeigen kann. Denn auch andere Theaterleute wollen wissen, wie er es schafft, sein Publikum zu begeistern – auch für klassische Musik. „Das macht mir am meisten Freude“, gesteht der umtriebige Theatermann.

Jörg Schade als „Ritter Gluck“. Das Fördergeld von Niedersachsens Kultusministerium stellt in diesem Jahr 15 Aufführungen des Musiktheaterstücks sicher.



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