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Symbolischer Startschuss

Rewe investiert vier Millionen Euro in Neubau

BAD PYRMONT. Vier Millionen Euro investiert die Rewe Markt GmbH in den Neubau des Vollversorgers von Uwe Gnädig an der Schillerstraße in Bad Pyrmont/Holzhausen. Am Montagvormittag wurde symbolischer der erste Spatenstich gesetzt. Die Neueröffnung des Marktes ist für April kommenden Jahres geplant.

veröffentlicht am 10.09.2018 um 13:46 Uhr
aktualisiert am 10.09.2018 um 21:22 Uhr

Uwe und Anke Gnädig (2. und 3. von rechts) setzen gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Blome (links) und Vertretern der Rewe die Schaufeln an, um den symbolischen Startschuss für den Neubau zu geben. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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In Anwesenheit von Bad Pyrmonts Bürgermeister Klaus Blome hat der Betreiber des Rewe-Marktes Uwe Gnädig gemeinsam mit Vertretern der Rewe und des Bauunternehmens am Montagvormittag den symbolischen Spatenstich für den Neubau des Vollversorgers an der Schillerstraße gesetzt. Die Eröffnung des Marktes, der mit einer Verkaufsfläche von 1500 Quadratmeter kleiner als ursprünglich geplant ausfällt, ist für kommenden April geplant. Als Untermieter wird die Bäckerei Engel einziehen.

Bürgermeister Blome zeigte sich „überwältigt“ von der Größe des Grundstücks, das Rewe bebauen will. „Der Markt wird ein Gewinn für die ganze Schillerstraße, und Holzhausen und die gesamte Stadt werden davon profitieren“, lobte er das Vorhaben. 4 Millionen Euro investiert die Rewe alleine in das Gebäude. Dazu kommt noch der Kaufpreis für das Grundstück, zu dem das Unternehmen – zweitgrößter Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland – keine Angaben macht. Drei Bungalows, ein Einfamilienhaus und die Hälfte eines Doppelhauses hat Rewe gekauft und ebenso wie den alten Markt und den dazugehörigen Getränkemarkt für den Neubau abreißen lassen.

Betreiber ist Uwe Gnädig als selbstständiger Kaufmann, der den Markt als eine Art Franchise-Modell betreibt und seinen Kunden einen „ganz neuen Supermarkt mit zeitgemäßem Konzept“ verspricht. Gut 45 Mitarbeiter benötigt er für den Betrieb, im alten Markt, der im Mai abgerissen worden war, waren es 30. Auch wenn ihm wohl die allermeisten seiner Mitarbeiter treu bleiben werden, so hat er sich jetzt schon auf die Suche nach Personal gemacht. „Besonders schwierig ist es, Fachpersonal für die Fleischerei zu bekommen“, berichtet er. Auch der Mangel an ausgebildeten Floristen mache sich bemerkbar.

Seine Personalsuche ist dem Grund geschuldet, dass der neue Markt Fleischereiwaren und Käse an der Bedientheke und nicht nur in Selbstbedienung wie bisher anbieten wird. Und neben der Floristikabteilung wird es auch eine Salatbar geben. „Das entspricht dem neuen Rewe-Konzept“, sagte Bezirksmanager Ulrich Mönikes. Als Untermieter werde erneut die Bäckerei Engel einziehen. Sie plane, so Mörikes, einen Sonntagsverkauf und auch ein Café mit Außenbereich.

Das Marktgebäude selber werde nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) als „Green Building“ errichtet, erläuterte der Rewe-Planungsmanager Florian Schirmer. Das Licht stamme von Leuchtdioden (LED), die Energie werde über Wärmepumpen bezogen, was den Verzicht auf Gas und Öl ermögliche. Das für den Bau benötigte Holz stamme aus nachhaltiger Forstwirtschaft und der Strom aus regenerativen Quellen.

Als Bauunternehmer konnte sich die Lügder Firma Stumpe den Rewe-Auftrag sichern. Seniorchef Eduard Stumpe war in Vertretung seines urlaubenden Sohnes gekommen – und zwar „sehr gerne“, wie er versicherte, denn er habe in den 80er Jahren den alten Rewe-Markt an der Schillerstraße errichtet. Dem neuen Markt wünsche er, dass er mindestens so lange stehen bleibe wie der alte.

Uwe Gnädig ist seit 1998 für die Rewe aktiv, seit 2010 als selbstständiger Unternehmer. Er und sein Partner wollten den Neubau ursprünglich mit einer Verkaufsfläche von 1750 Quadratmeter bauen. Weil aber auch Edeka Interesse an einem Neubau an der Schillerstraße wenige Hundert Meter entfernt angemeldet hatte und ein zweites Gutachten zu dem Schluss kam, das gleich zwei Märkte mit zusammen 3500 Quadratmetern zuviel des Guten seien, mussten sich Gnädig und die Rewe mit 1500 Quadratmeter begnügen.

Doch die Edeka hat bis heute noch keinen Bauantrag gestellt, wie Baudezernent Matthäus Schmidt auf Anfrage bestätigte. „Wir haben seit einigen Monaten nichts mehr von dem Unternehmen gehört“, sagte er. „Sollte Edeka nicht bauen, dann hätte sich die Stadt selber geschädigt, denn 250 Quadratmeter fallen auf jeden Fall weg“, lautete der Kommentar von Gnädig dazu. Bei Edeka war dazu am Montag für eine Stellungnahme niemand zu erreichen.



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