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Mit ihrem Aktionsabend hat die Ortsfeuerwehr Großenberg ihr Nachwuchsproblem noch längst nicht gelöst

Rettung (fast) ohne Zuschauer

Großenberg. „Es ist schon ein tolles Gefühl, mit der Gewissheit nach Hause zu gehen, jemandem geholfen – ihm vielleicht sogar das Leben gerettet zu haben“, erklärte Bad Pyrmonts Stadtbrandmeister Maik Gödeke eine Motivation, sich der Freiwilligen Feuerwehr anzuschließen. Eine weitere ist sicherlich auch der Umgang mit Hightech-Ausrüstung und Gerät mit geradezu brachialer Kraft. „Das ist schon irre, wie man mit dieser Schere die B-Säule eines Autos einfach so durchschneiden kann“, zeigte sich Marten Deppenmeier beeindruckt und freute sich, es selbst einmal ausprobieren zu dürfen.

veröffentlicht am 09.08.2015 um 14:01 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:41 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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In einer rundum gelungenen Rettungsshow demonstrierte die Ortsfeuerwehr Großenberg mit der Unterstützung der Wehren aus Kleinenberg und Baarsen, der DRK-Bereitschaft Bad Pyrmont und der Polizei die Rettung von zwei Personen, die nach einem Unfall in ihrem Auto eingeklemmt waren. 26 Einsatzkräfte waren zur Hochform aufgelaufen, um das Auto zu zerlegen und die Unfallopfer möglichst schonend zu befreien. „Schade nur, dass es kaum jemand mitbekommen hat“, bedauerte Großenbergs Ortsbrandmeister Wilhelm Lohmann. Und so machte sogar die Aktion das Problem der Feuerwehr deutlich: Sie braucht dringend Nachwuchs. Wenn aber selbst für solche interessante und dabei unverbindliche Events so gut wie keiner interessiert, ist das Thema nicht mehr einfach mit dem Hinweis auf den demografischen Wandel abgehandelt.

Der stellvertretende Ortsbrandmeister Frank Wöltje stellte in seiner Ansprache klar: „Ich verstehe durchaus jeden, der sagt, er habe einen harten Job, und wenn dann noch nachts um drei Uhr der Alarm losgeht, sei das hart.“ Dann verschob er die Perspektive: „Wie hart ist das für jemanden, der um drei Uhr mit Flammen geweckt wird und zunächst auf niemanden hoffen kann, der ihm hilft sicherzustellen, dass alle aus dem Haus sind, bevor das Feuer das ganze Gebäude erfasst hat.“ Und Wöltje machte den Unterschied klar, bis die Kameraden entweder aus dem gleichen Ort zur Stelle sind, oder erst aus Bad Pyrmont anrücken müssen. „Die einen haben das Feuer vielleicht noch am Entstehungsort löschen können, haben alle evakuieren können, die anderen können vielleicht nur noch von außen die Löschschläuche auf den Großbrand richten.“

Wer sich die Vorführung der Feuerwehr angeschaut hat, konnte leicht einsehen, wie wichtig die Funktion der Feuerwehrkameraden ist. Das hat auch Marten und Daniel Deppenmeier überzeugt, die sich ziemlich sicher sind, dass sie mitmachen wollen bei der Jugendabteilung Freiwilligen Feuerwehr. „Das ist schon ziemlich cool hier“, befand Marten. Aber damit ist das Nachwuchsproblem bei Weitem nicht gelöst.

Schon klar, wenn das „Unfallopfer“ lächelt, dann ist es nicht ernst. Die Freiwilligen demonstrieren einen Einsatz bei einem Verkehrsunfall.yt



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