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33°

Rekord: Kälter als in Lügde war‘s nur auf der Zugspitze

Lügde (rom). Da staunten selbst die Wetterfrösche: Lügde hat einen neuen Temperatur-Rekord eingefahren. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war die Emmerstadt für eine Nacht lang der kälteste Ort des deutschen Flachlandes in diesem Winter.

veröffentlicht am 22.12.2009 um 18:16 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 03:41 Uhr

kalt
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Lügde (rom). Da staunten selbst die Wetterfrösche: Lügde hat einen neuen Temperatur-Rekord eingefahren. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war die Emmerstadt für eine Nacht lang der kälteste Ort des deutschen Flachlandes in diesem Winter.
 Eisige Temperaturen von Minus 26,5 Grad maßen die Wetterexperten in der Nacht des vergangenen Freitags auf Samstag an ihrer Station in Paenbruch – und waren davon selbst überrascht. „Ja, stimmt, Paenbruch ist eine Station von uns“, sagte Susanne Stummvoll, Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach, überrascht. „Nur auf der Zugspitze war es mit Minus 27,4 Grad noch kälter.“
 Zeitpunkt der Rekordmessung war am Samstagmorgen um 7 Uhr. „Spitzenreiter mit Minus 26,5 Grad war das ostwestfälische Lügde“ in puncto Minima in Erdbodennähe, meldeten die Meteorologen aus Offenbach daraufhin auf ihrer Internetseite.
 Dabei verwies die Emmerstadt die ebenfalls flacher als die Zugspitze gelegenen Stationen Dippoldiswalde-Reinberg in Sachsen sowie Michelstadt-Vielbrunn im Odenwald mit Minus 26 Grad auf die Plätze. Im niedersächsischen Diepholz sowie in den sächsischen Gemeinden Treuen und Carlsfeld im Erzgebirge fiel das Quecksilber auf Minus 25 Grad. In Schierke im Harz waren es zum Vergleich nur Minus 21,6 Grad. Die eisigen Temperaturen kamen nach den Worten des Diplom-Meteorologen Thomas Ruppert von der Vorhersage- und Beratungszentrale des Deutschen Wetterdienstes unter anderem daher zustande, dass frisch gefallener Schnee die wärmende infrarote Strahlung nahezu ideal und ohne Energieverlust wieder abgebe.
 Entsprechend hoch sei die Abkühlungsrate in Bodennähe. Eine genaue Erklärung für die Rekordkälte in Paenbruch gibt es nicht. Allerdings könnte der eisige Wind das Quecksilber in dem Thermometer an der freiliegenden Station weit in den Keller getrieben haben.
 Die Nacht von Freitag auf Samstag war laut Deutschem Wetterdienst vom Samstag gleichzeitig der bisherige Höhepunkt der Kältewelle. „Hinter der Kaltfront eines Tiefdruckgebietes über Bayern gelangte mit östlicher Strömung noch etwas kältere Luft nach Deutschland, so dass die Nacht die bislang kälteste dieses Winters war“, erklärte der Diplom-Meteorologe Thomas Ruppert am Samstag weiter. Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia aus der Schweiz war es nur noch am frühen Sonntagmorgen mit Minus 30,3 Grad in Albstadt-Degerfeld auf der Schwäbischen Alb frostiger.
 In der Kernstadt Lügdes war es am Morgen nach der Rekordnacht vergleichsweise läppische Minus 14 Grad kalt. Das jedenfalls sagte Marianne Hasse aus Lügde gestern auf Anfrage. Sie beobachtet seit 1948 tagtäglich das Wettergeschehen in der Emmerstadt und notiert dabei unter anderem die Temperatur. Von eine kälteren als die Rekordnacht weiß auch sie nicht zu berichten. Und dabei meldete einst schon ihr Mann vor Jahrzehnten Wetterdaten nach Offenbach.
 Der Höhepunkt der aktuellen Kältewelle ist nach den Worten des Deutschen Wetterdienstes nun aber überschritten. Atlantische Tiefausläufer schaufeln nämlich allmählich wieder mildere
Luft in die Region, so dass die Niederschläge langsam von Schnee in Schneeregen und Regen übergehen.
 Mit Vorhersagen für Heiligabend halten sich die Experten des Wetterdienstes allerdings noch zurück. Zurzeit gehen sie davon aus, dass von Südwesten her Niederschläge aufkommen, die teils in Regen übergehen.
 Erst in der Heiligen Nacht zum Freitag könnten die Niederschläge wieder zunehmend in Schnee übergehen. Die Aussichten auf weiße Weihnachten – abgesehen von dem noch liegenden Schnee – stehen laut der Vorhersage der Offenbacher also nicht ganz optimal.
 Hoffnung auf Schnee pünktlich zur Bescherung macht aber Marianne Hasse. Denn an den Wetterbericht und die -vorhersagen glaubt sie – wie einst schon berichtet – nicht mehr. „Es kommt ja doch immer anders“, so die Hobby-Meteorologin.



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